Klassik

Südwind: Marsyas Barock

Spanische Barockmusik steht am Mittwoch, 21. April, auf dem Programm, wenn um 19.30 Uhr das Quartett "Marsyas Barock" die Bühne des Kurhauses betritt. Die vier jungen Musikerinnnen Paula Pinn (Blockflöte), María Carrasco Gil (Barockvioline), Konstanze Waidosch (Barockcello) und Sara Johnson Huidobro (Cembalo) spielen Werke von Johann Caspar Kerll, Johann Paul v. Westhoff, Dietrich Buxtehude, Georg Philipp Telemann, Joan Baptista Pla & José Pla, Bartolomeo de Selma y Salaverde, Diego Ortiz, Hernando de Cabezón und Andrea Falconieri.

Gent, 24. Februar 1500. Aus der Ehe von Prinzessin Johanna von Kastilien und Prinz Philipp von Burgund geht der künftige Kaiser des Heiligen Römischen Reichs hervor: Karl V. (Karl I. von Spanien). Durch seine Person und seinen reisenden Hof entstehen wichtige kulturelle Beziehungen zwischen den südlichen Königreichen Kastilien und Aragón sowie dem aktuellen Deutschland.

Dieser Austausch lässt sich auch in der Musik mehrerer europäischer Komponisten über Jahrhunderte hinweg wiederfinden. Das spanisch-deutsche Ensemble Marsyas Baroque unternimmt daher mitten im Dezember eine Reise in den Süden: Begonnen wird mit Werken deutscher Komponisten, die vom „Südwind“ beeinflusst wurden. Perkussive Batallas, elegante Tänze wie die Sarabande oder die Passacaglia und sogar eine humoristische Burlesque führen schließlich bis nach Spanien, wo die Grenzen zwischen Folklore und ernster Musik oft verschwimmen.

2018 wurde Marsyas Baroque nach einer erfolgreichen musikalischen Zusammenarbeit beim Festival für Alte Musik Trigonale (Österreich) gegründet. Mit seinem breiten Repertoire an virtuosen Werken des 17. und 18. Jahrhunderts ist das Quartett bisher häufig in Österreich, Deutschland und in den Niederlanden aufgetreten. Weiterhin wurde das Ensemble 2019 vom Fringe Festival for Early Music Utrecht sowie vom Fringe Festival Musica Antiqua Brugge eingeladen und wird im Herbst 2020 bei der Trigonale auftreten. Durch ihre lebhafte und spontane Kommunikation auf der Bühne lassen die vier Musikerinnen ihre Musik in jedem Moment neu entstehen.

Foto Mitglieder des Ensemble Marsyas Baroque

©Foppe Schut

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