08.02.2018

Trio Charolca: Das ferne Paradies

Toru Takemitsu: Trio für Flöte, Viola und Harfe "...and then I knew it was the wind"
Camille Saint-Saëns: Fantaisie für Flöte (orig. Violine) und Harfe op. 124
Sofia Gubaidulina: "Garten von Freuden und Traurigkeiten" für Flöte, Viola und Harfe
Arnold Bax: Fantasie-Sonate für Viola und Harfe
Claude Debussy: Sonate für Flöte, Viola und Harfe

Anne-Catherine Heinzmann, Flöte; Roland Glassl, Viola; Lena-Maria Buchberger, Harfe

Ein Blas-, ein Zupf- und ein Streichinstrument - eine ungewöhnliche Liaison. Flöte, Viola und Harfe haben als Ensemble-Partner einen ganz eigenen Reiz: Zusammen haben sie einen immensen Reichtum an Klangfarben, der sich erst in der Verschmelzung vollkommen entfaltet. Fasziniert von den klanglichen Möglichkeiten dieser Besetzung, gründeten drei junge Musiker 2005 das „Trio Charolca". Inzwischen sind sie auf zahlreichen Konzertpodien aufgetreten und profilieren sich zunehmend als herausragendes Ensemble ihrer Gattung.

Verdankt die ungewöhnliche Liaison die meisten für sie geschriebenen Werke Claude Debussy und den französischen Impressionisten, treibt die drei Musiker doch auch eine tiefe Leidenschaft für moderne Musik an. „Das ferne Paradies“ finden sie in Toru Takemitsus "...and then I knew it was the wind" ebenso wie im "Garten von Freuden und Traurigkeiten" der russischen Grande Dame der zeitgenössischen Kompositions-Szene, der gebürtigen Tatarin Sofia Gubaidulina aus dem Jahr 1980, die die Klangwelt des Fernen Ostens aufgreift. Alle drei Instrumente werden dabei spieltechnisch ostasiatischen Pendants angenähert: Die Querflöte klingt wie eine Bambusflöte, die Harfe wie eine fernöstliche Zither, die Bratsche wie ein asiatisches Streichinstrument.

Inspiriert von den Gedichten William Butler Yeats´ verliebte sich Arnold Bax in den Traum von der großen, keltischen Vergangenheit seiner englischen Heimat. Dass er dabei eine besondere Vorliebe für die Harfe entwickelte, liegt nahe. Sie ist gewissermaßen die verzauberte Stimme des Barden, der sich anschickt, eine keltische Saga zu erzählen.

Die beiden Grandseigneurs der französischen Musik, Saint-Saëns und Debussy, steuern beide einen nostalgischen Blick in die Klangwelt des frühen 20. Jahrhunderts bei – beide mit einer ausgeprägten Vorliebe für die Harfe. 

Veranstaltungsinformationen

Mittwoch, 24. Januar 2018, 19.30 Uhr

Schloss Heessen

Preise:
Kat. I: 20,70 Euro / erm. 17,40 Euro