26.06.2018

Italienische Serenade

Leone Sinigaglia: “Romanze und Humoreske” op. 16
Giuseppe Martucci: Cellosonate fis-Moll op. 52
Gioacchino Rossini: Une Larme
Ferruccio Busoni: Serenata op. 34
Matilde Capuis: Animato con passione
Mario Castelnuovo-Tedesco: Figaro

Raphaela Gromes, Violoncello
Julian Riem, Klavier

„Mutige Neugier und Energie“ waren es, die dem großen Yo-Yo Ma Respekt abnötigten für das junge Duo Raphaela Gromes und Julian Riem. Die Cellistin wuchs in München auf und lernte beim Richard-Strauss-Wettbewerb Julian Riem kennen. Sie gewann den 1. Preis – und einen festen Duopartner. Gromes und Riem zusammen sind ein flammendes Duo, das für italienische Spätromantik brennt und dabei Schätze hebt.

Giuseppe Martucci ist so ein Schatz. „Wir ... waren absolut begeistert von seiner Tonsprache. Wir schauten gleich, was Herr Martucci – südlich der Alpen als der „Brahms Italiens“ gefeiert – sonst noch geschrieben hat und stießen auf seine Cello-Sonate“, schwärmt Raphaela Gromes. Rossini und Kammermusik? Das ist so widersprüchlich wie Brahms und große Oper. Dass der Großmeister der italienischen Oper auch kleine Kammermusikstücke im luftigen Klangwand schrieb – er gönnte sie sich als „Alterssünde“ – ist eine weitere Entdeckung. „Une larme“ zieht alle Register eines Rossini-Feuerwerks voller Farben  und musikalischer Effekte.

Ein Überraschungsfund gelang mit dem wunderschönen „Animato con passione“ aus der Feder der mit 104 Jahren verstorbenen neapolitanischen Komponistin Matilde Capuis. Leone Sinigaglias „Romanza“ und „Humoreske“ und schließlich Mario Castelnuovo-Tedescos Rossini-Bearbeitung von „Largo al factotum“ aus „Der Barbier von Sevilla“ sind weitere Preziosen.

Veranstaltungsinformationen

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Schloss Heessen

Preise:
Kat. I: 20,70 Euro / erm. 17,40 Euro

 Ticket online verfügbar! RCE-Event in Kooperation mit