02.06.2019

4 Times Baroque: Caught in Italian virtuosity

Jan Nigges, Blockflöte
Jonas Zschenderlein, Violine
Karl Simko, Violoncello
Alexander von Heißen, Cembalo

So viel Spielfreude ist kaum zu übertreffen. Vier Musiker von „4 Times Baroque“ spielen, dass einem schwindelig wird. Ein Effekt barocken Musizierens jagt den nächsten. Dabei ist alles richtig alt, was die Vier mit unglaublicher Verve spielen: Tarquinio Merulas „Ciaconna“ etwa oder Arcangelo Corellis „Follia“, Vivaldis „La Notte“ oder Händels „Rinaldo“-Ouvertüre. Sammartinis F-Dur-Sonate und – eine Entdeckung! - Pierre Prowos F-Dur-Sonate. Da kommen vier Jungs daher und spielen auf Augenhöhe mit den Altmeistern des Barock, so mitreißend, so frisch und energetisch, dass es klingt wie von heute. Dass die Vier genau wissen, was sie tun, stellen sie mit lebendigen Moderationen ihrer Konzerte unter Beweis. Dass sie in Röhrenjeans und T-Shirt eher aussehen wie eine Boygroup als ein Kammermusikensemble, ist da beinahe schon ein alter Hut in der Szene. Neu ist ihre Art, Altes zu spielen. Wild und frech wie einst die Mailänder Barock- Revolutionäre von „Il giardino armonico“, berauschend rasant und mit lustvollem Ton.

4 Times Baroque will begeistern für Altes, vor allem auch die Jungen. Dafür spielen sie auch virtuos auf der Klaviatur der digitalen Moderne: Auf Facebook und Instagram werben sie um junge Fans; ihre erste CD wurde mit Crowdfunding finanziert. Vorerst letzte Krönung für die neue Art, Altes zu spielen, ist der Opus Klassik, als Ersatz für den ECHO-Klassik aus der Taufe gehoben, den die Vier 2018 in ihre Frankfurter Studentenbuden mitnehmen konnten.

Veranstaltungsinformationen

Mittwoch, 30. Oktober 2019, 19.30 Uhr

Schloss Heessen

Preise:
20,70 Euro / 17,40 Euro erm.

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