15.06.2018

World Brass: Concert in the dark

Blindflug

Der Klang im Raum ist das Erlebnis. Sonst nichts. Auf diese sinnliche Grunderfahrung stützt der kanadische Posaunist Shawn Grocott sein Konzept des „Concerts in the dark“. Grocott, Professor an der Musikhochschule Detmold, entwickelte dort zum ersten Mal ein Raumklang-Konzept für den Hangar 21 und spielte Konzerte in verschiedenen Raumsituationen vor Zuhörern, deren Augen mit Schlafmasken „verbunden“ waren. Wie dieser Raum aussieht, erfahren Besucher erst zum Schluss des Konzertes: Zu ihren Plätzen werden sie bereits mit verbundenen Augen geführt. Einzig auf die akustische Sinneswahrnehmung konzentriert, nehmen sie sämtliche Feinheiten und Schattierungen der Musik umso intensiver wahr.

Für den ganz besonderen Raumklang sollte die riesige ehemalige Weißkaue der Zeche Heinrich Robert sorgen. Dort wurden nun erhebliche, nicht zu erwartende bauordnungsrechtliche Auflagen ausgesprochen, die nicht zu vertretende Kosten für weitergehende bauliche Sicherheitsmaßnahmen verursachen würden.
Der Bereich konnte zwar bei der ExtraSchicht 2016 und 2017 von Besuchern besichtigt werden. Da der KlassikSommer im Unterschied dazu ein Konzert mit bestuhltem Besucherbereich durchführen wird, gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen.
Daher wird das "Concert in the dark" stattdessen in der Alfred-Fischer-Halle stattfinden, die den elf international renommierten Bläsern aus allen Teilen der Welt ebenfalls ein riesiges Klangspektrum bieten kann. Auch hier werden die Musiker auf den verschiedensten Positionen spielen, werden die Besucher mit verbundenen Augen Klang pur erleben.

Musikalisch serviert das internationale Bläserensemble „World Brass“ einen Überraschungs-Mix aus klassischer und zeitgenössischer Musik, konventionellen und experimentellen Klängen, Arrangements und Originalliteratur und erklimmt dabei die unterschiedlichsten Positionen im Raum.

Termin

Donnerstag, 19. Juli 2018; 19.30 Uhr

Alfred-Fischer-Halle
Sachsenweg 10
59073 Hamm

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