Klimafolgenanpassungskonzept (KFAK)

Der wissenschaftlich belegte Klimawandel nimmt negativen Einfluss auf zahlreiche abiotische und biotische Schutzgüter und bedarf zur Minderung der Folgeerscheinungen abgestimmter Anpassungsstrategien, die örtlich durchaus unterschiedlich ausfallen können. Die Prognosen einschlägiger, wissenschaftlicher Organisationen deuten je nach dem sich ergebenden Temperaturniveau sogar auf eine Intensivierung der Folgewirkungen in den kommenden Jahrzehnten hin.

Zur Begegnung der Klimafolgewirkungen bedurfte es daher der Erarbeitung eines Klimafolgenanpassungskonzeptes, um negative Auswirkungen zu begrenzen oder wenn möglich sogar kompensieren zu können. Die Voraussetzungen in der Stadt waren zunächst zu erheben, zu bilanzieren und hinsichtlich von Extremwetterlagen zu werten, um Planungsempfehlungen ableiten und später auch umsetzen zu können. Das im Jahre 2015 erstellte und beschlossene, integrierte Klimakonzept hat den Weg in eine klimafreundliche Zukunft aufgezeigt, konnte sich aber definitionsgemäß nicht hinreichend mit dem Klimawandel und den Folgewirkungen auseinandersetzen.

Das mit Hilfe von Finanzmitteln des Bundes geförderte, gutachterlich erstellte Klimafolgenanpassungskonzept liegt seit Ende Juli 2020 vor.

Es beinhaltet folgende Bausteine:

  • Bestandsaufnahme der kommunalen Systeme und ihrer Beeinflussung durch das Klima
  • Konkrete Betroffenheiten identifizieren
  • Kommunale Gesamtstrategie für Klimawandelanpassung
  • Akteursbeteiligung
  • Maßnahmenkatalog
  • Verstetigungsstrategie
  • Controlling-Konzept
  • Kommunikationsstrategie

Öffentlichkeitsbeteiligung zur Erstellung des Konzeptes:

Die Auftaktveranstaltung zum Klimafolgenanpassungskonzept fand am 29.01.2020 im Technischen Rathaus, 15-18 Uhr statt. Die von den Gutachtern erstellte Dokumentation hierzu kann weiter unterhalb heruntergeladen werden. 

In der Auftaktveranstaltung haben die Gutachter Betroffenheiten durch den Klimawandel in Hamm aufgenommen und auch schon erste Ideen für Lösungen gesammelt. Als Folgeveranstaltungen sind nun zwei Arbeitssitzungen vorgesehen. Die erste fand am 27.02.2020 in den Räumlichkeiten des Kubus Jugendkulturzentrum, Südstraße 28, wiederum um 15-18 Uhr, statt. Bei dieser Veranstaltung stand die vertiefende Arbeit im Vordergrund. Zunächst wurden die  Ergebnisse zu den Betroffenheiten durch den Klimawandel in den verschiedenen Handlungsfeldern im Detail vorgestellt. Im Anschluss daran konnten Maßnahmenideen zu den benannten Betroffenheiten vorgeschlagen und entwickelt werden.

Im weiteren Verlauf der Arbeitssitzung wurden die benannten und diskutierten Ideen priorisiert, um Schwerpunkte für die Projektentwicklung festlegen zu können. Mit der Zusammenstellung gemeinsamer Ideen zu Anpassungszielen und Leitlinien sowie einem Ausblick zum weiteren Vorgehen schloss die Arbeitssitzung. Die Dokumentation und die in der Sitzung gehaltene Präsentation können weiter unterhalb herunter geladen werden.

Die Entwicklung von Maßnahmen und Anpassungsprojekten für die Stadt Hamm als letzte und wichtigste Phase der Konzepterstellung, sollte Thema der zweiten Arbeitskreissitzung sein und war ursprünglich für den 07.05.2020 (15 - 18 Uhr) vorgesehen gewesen, konnte aber aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht in dieser Form durchgeführt werden.

Es wurde daher Ende Juni 2020 alternativ eine Online-Plattform mit zusätzlicher WebKonferenz zur Verfügung gestellt. Bereits registrierte Personen aus der Auftaktveranstaltung bzw. der 1. Arbeitskreissitzung erhielten per EMAIL eine Einladung zur Teilnahme mit den notwendigen Zugangsdaten. Das Webmeeting fand zeitlich begrenzt in den Themfeldern

  • Maßnahmen im Siedlungsbereich
  • Maßnahmen im Freiraum
  • Maßnahmen zu Kommunikation und Organisation

statt. Auch eine telefonische Teilnahme war möglich. Die Ergebnisse der Arbeitssitzungen sind bei der Konzepterstellung eingeflossen.

Das Klimafolgenanpassungskonzept wurde im März 2021 durch den Rat zur Umsetzung beschlossen.

Kontakt

Umweltamt

Herr Lindner

Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm
Fon: 02381 17-7115
Fax: 02381 17-2931
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