Klimafolgenanpassungskonzept (KFAK)

Der wissenschaftlich belegte Klimawandel nimmt negativen Einfluss auf zahlreiche abiotische und biotische Schutzgüter und bedarf zur Minderung der Folgeerscheinungen abgestimmter Anpassungsstrategien, die örtlich durchaus unterschiedlich ausfallen können. Die Prognosen einschlägiger, wissenschaftlicher Organisationen deuten je nach dem sich ergebenden Temperaturniveau sogar auf eine Intensivierung der Folgewirkungen in den kommenden Jahrzehnten hin.

Zur Begegnung der Klimafolgewirkungen bedarf es daher der Erarbeitung eines Klimafolgenanpassungskonzeptes, um negative Auswirkungen zu begrenzen oder wenn möglich sogar kompensieren zu können. Die Voraussetzungen in der Stadt sind zunächst zu erheben, zu bilanzieren und hinsichtlich von Extremwetterlagen zu werten, um Planungsempfehlungen ableiten und später auch umsetzen zu können. Das im Jahre 2015 erstellte und beschlossene, integrierte Klimakonzept hat den Weg in eine klimafreundliche Zukunft aufgezeigt, konnte sich aber definitionsgemäß nicht hinreichend mit dem Klimawandel und den Folgewirkungen auseinandersetzen.

Daher wird dieses nun ergänzt durch ein mit Finanzmitteln des Bundes gefördertes, gutachterlich zu erarbeitendes Klimaschutzteilkonzept zur Klimafolgenanpassung, das bestehende Grundlagen, Planungen und Maßnahmen aus unterschiedlichen Anpassungsbereichen aufgreift, zusammenführt, fehlende Komponenten erarbeitet und zu einer Gesamtstrategie ergänzt.

Das Klimafolgenanpassungskonzept wird etwa Mitte 2020 vorliegen und soll - wie auch das Integrierte Klimaschutzkonzept - durch den Rat zur Umsetzung beschlossen werden. Es wird folgende Bausteine beinhalten:

  • Bestandsaufnahme der kommunalen Systeme und ihrer Beeinflussung durch das Klima
  • Konkrete Betroffenheiten identifizieren
  • Kommunale Gesamtstrategie für Klimawandelanpassung
  • Akteursbeteiligung
  • Maßnahmenkatalog
  • Verstetigungsstrategie
  • Controlling-Konzept
  • Kommunikationsstrategie

Die Auftaktveranstaltung zum Klimafolgenanpassungskonzept fand am 29.01.2020 im Technischen Rathaus, 15-18 Uhr statt. Die von den Gutachtern erstellte Dokumentation hierzu kann weiter unterhalb heruntergeladen werden. 

In der Auftaktveranstaltung haben die Gutachter Betroffenheiten durch den Klimawandel in Hamm aufgenommen und auch schon erste Ideen für Lösungen gesammelt. Als Folgeveranstaltungen sind nun zwei Arbeitssitzungen vorgesehen. Die erste fand am 27.02.2020 in den Räumlichkeiten des Kubus Jugendkulturzentrum, Südstraße 28, wiederum um 15-18 Uhr, statt. Bei dieser Veranstaltung stand die vertiefende Arbeit im Vordergrund. Zunächst wurden die  Ergebnisse zu den Betroffenheiten durch den Klimawandel in den verschiedenen Handlungsfeldern im Detail vorgestellt. Im Anschluss daran konnten Maßnahmenideen zu den benannten Betroffenheiten vorgeschlagen und entwickelt werden.

Im weiteren Verlauf der Arbeitssitzung wurden die benannten und diskutierten Ideen priorisiert, um Schwerpunkte für die Projektentwicklung festlegen zu können. Mit der Zusammenstellung gemeinsamer Ideen zu Anpassungszielen und Leitlinien sowie einem Ausblick zum weiteren Vorgehen schloss die Arbeitssitzung. Die Dokumentation und die in der Sitzung gehaltene Präsentation können weiter unterhalb herunter geladen werden.

Die zweite Arbeitskreissitzung ist für den 07.05.2020 (15-18 Uhr) geplant. Es wird noch nach geeigneten Räumlichkeiten Ausschau gehalten. Bitte melden Sie sich auch für diese Veranstaltung bitte kurz und formlos  per eMail unter klimaschutz@stadt.hamm.de an.

Kontakt

Umweltamt

Herr Lindner

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Fax: 02381 17-2931
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