Wiedervernässung von Niedermooren

Niedermoore bilden sich in feuchten Bereichen und haben eine humose Auflage von mehr als 30 cm Dicke. Sie entstehen oft, wenn Stillgewässer natürlich verlanden oder auch in nassen Auen- oder Bergsenkungsbereichen. Pflanzenmaterial stirbt ab und kann sich in feuchter Umgebung schlechter zersetzen als etwa im Wald oder im Grünland. Oft sind Niedermoorbereiche durch Grund- oder Stauwasser beeinflusst. Im Gegensatz zu Hochmooren haben sie aber noch Anschluss zum Unterboden und werden entgegen diesen nicht nur durch Niederschlag gespeist. Niedermoore sind dementsprechend weniger sauer und viel nährstoffreicher. Moore sind wertvolle CO2-Senken und können ähnlich viel Kohlendioxid speichern wie etwa ein Hochwald. Als Kaltluftentstehungsgebiet oder Frischluftschneise vermögen sie das Stadtklima positiv zu beienflussen.

Feuchtgebiete wurden einst als Ungunstgebiete angesehen. So wurden auch Niedermoore in Hamm beseitigt bzw. trockengelegt, um Platz für landwirtschaftliche Flächen oder auch Siedlungen zu schaffen. Heute werden Moore aufgrund ihrer Schönheit und ihres Artenreichtums gerne als Ausflugsziele aufgesucht.

Vier  trockengelegte  Nie­dermoore in Hamm sollen in ihren  ursprünglichen Zu­stand versetzt werden­. Damit werden nicht nur dauerhaft CO2-Speicherreservoirs geschaffen, sondern auch einzigartige Lebensräumefür Flora und Fauna. Die Wiedervernässung der Moore wird im Rahmen des Klimaaktionsplanes 2020 - 2025 umgesetzt und ist in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden.

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