Klimaschutz in der Abfallwirtschaft

Die Stadt Hamm hat sich frühzeitig für die Einrichtung und den Betrieb von Entsorgungsanlagen, Reststoffdeponien und diversen Boden- und Bauschuttdeponien und Kompostierungsanlage entschieden. Dadurch konnte die Verwertungsquote gesteigert und Transportfahrten erheblich vermieden werden.

Weitaus wichtiger aber ist die Abfallvermeidung. Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen – und dabei kann jeder von uns seinen Teil beitragen! Die Nutzung von Mehrwegsystemen, das Papier- und Glasrecycling sowie die Kompostierung haben eine deutlich positive Energie- und damit CO2-Bilanz. Gerade diese drei Fraktionen werden in Hamm bereits seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich und mit jährlich steigenden Erfassungsmengen gesammelt.

Durch thermische Verwertung von Abfall können sowohl Strom produziert, als auch Wärme genutzt werden. 120 Gigawattstunden (GWh) Strom und damit 15 Prozent des benötigten Stroms der Stadtwerke Hamm werden in der Stadt Hamm durch die Müllverbrennungsanlage (MVA) selbst erzeugt. Von der Gesamterzeugung werden hier 50 Prozent als regenerativer Anteil anerkannt. Derzeit werden durch den Betrieb der MVA fast 60.000 Tonnen CO2 vermieden. Durch den Bau einer neuen Fernwärmeleitung und die Auskopplung von Wärme aus der MVA werden die Fernwärmenetze betrieben. Die ehemaligen gasbetriebenen Blockheizkraftwerke dienen seitdem nur noch als Durchlaufstationen in die Fernwärmenetze.