Heizen mit Biomasse

Unter Bioenergie versteht man die energetische Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, landwirtschaftlichen Produkten und Nebenprodukten sowie organischen Abfällen. Durch Bioenergie kann Wärme, Strom oder auch Treibstoff hergestellt werden. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz kann insbesondere dann geleistet werden, wenn

  • keine für den Lebensmittelmarkt produzierten Güter verwendet werden,
  • noch genügend Flächen für (bezahlbare) Ernährungszwecke verbleiben,
  • Anbauflächen sich nicht auf ökologisch wertvolle Regionen ausdehnen oder diese sogar verdrängen,
  • flächenintensive Monokulturen vermieden werden und
  • eine sozialverträgliche Bewirtschaftung gegeben ist.

Einen wichtigen Beitrag leistet die Bioenergie bereits heute im Bereich Raumwärme. Das Heizen mit Holz findet in privaten Haushalten in Deutschland zunehmendes Interesse. In etwa 20 % der Haushalte in Deutschland wird mit Scheitholz, Holzbriketts, Pellets oder Hackschnitzeln geheizt! Nicht nur steigende Preise für fossile Brennstoffe, sondern auch die staatliche Förderung bei der Anschaffung von umweltfreundlichen Kleinfeuerungskesseln haben dazu beigetragen, dass die Zahl der hoch effizienten und emissionsarmen Holzzentralheizungen steigt.

Moderne Holzheizungen ermöglichen eine umweltfreundliche, wirtschaftliche und komfortable Wärmeversorgung. In der Landwirtschaft gibt es daher bereits zahlreiche Betriebe, die sich auf die Biomasseproduktion und -verwertung spezialisiert haben und damit gute Gewinne erzielen. Mancherorts werden sich auch als „Energiewirte“ bezeichnet.

Die in Hamm betriebenen Biomasseanlagen können mitsamt Informationen im Energieatlas NRW des LANUV (Link s. unterhalb) lokalisiert werden.