Hompage mit Infos zu Dach- und Fassadenbegrünung

Mehr Grün am Haus

Eine der globalen Herausforderungen unserer Zeit ist der Klimawandel. Doch der globalen Herausforderung muss lokal vor Ort begegnet werden. Neben der Diskussion um verstärkte Anstrengungen gegen den Klimawandel selbst gewinnen daher Maßnahmen zur Klimaanpassung an Bedeutung.

Die Begrünung von Flächen und Gebäuden ist eine Möglichkeit, um Häuser gegen die Folgen des Klimawandels zu schützen. Die Vorteile einer Fassaden- oder Dachbegrünung von Gebäuden sind vielfältig und offensichtlich:

  • Verbesserung des Mikroklimas: Durch die Bildung von Pflanzenmasse wird Kohlenstoffdioxid aus der Umgebungsluft gebunden und Sauerstoff gebildet. Die Verdunstung von Wasser über die Blätter erhöht zudem die Luftfeuchtigkeit und senkt die Temperatur in der unmittelbaren Umgebung. Durch die Absorption von Staubteilchen auf der Blattoberfläche wird zudem die Luftbelastung verringert. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen beispielsweise der Universität Karlsruhe belegen, dass sich durch begrünte Fassaden die Stadtluft erheblich verbessern lässt.
  • Sommerlicher Wärmeschutz und Wärmedämmung: Das dichte Blattwerk einer begrünten Wand schützt die Fassade vor direkter Sonneneinstrahlung und vermindert im Sommer auf diese Weise, insbesondere bei nicht gedämmten Gebäuden, das Aufheizen der Außenwände. Bei immergrünen Pflanzen wie z.B. Efeu kommt zudem eine wärmedämmende Wirkung in der kalten Jahreszeit hinzu.
  • Biotop: Eine begrünte Wand stellt einen wertvollen Lebensraum für verschiedene Insekten und Vögel dar. Beispielsweise als Nistplatz für diverse Singvogelarten oder in Form von Blüten und Früchten als Nahrungsquelle. Allerdings können auch ungebetene Gäste, wie z.B. Wespen angezogen werden.
  • Lärmschutz: das Blattwerk einer Fassadenbegrünung ist ein effektiver Lärmschutz, da Schallwellen geschluckt und in einem deutlich geringeren Maße reflektiert werden als durch die glatte Hauswand. Dadurch ist eine Lärmminderung von bis zu 10 Dezibel erreichbar.
  • Schutz der Bausubstanz: Durch die Pflanzen werden Fassaden vor direkter UV-Einstrahlung, Schlagregen und Schmutzablagerungen geschützt. Bei alter Bausubstanz wird zudem das Erdreich durch den Wasserentzug der Pflanzen trocken gehalten. Allerdings kann es bei fehlender Pflege oder unsachgemäßer Ausführung auch zu Schäden an der Bausubstanz kommen. Einer intensiven Planung und der Auswahl geeigneter Pflanzen kommt hierbei besondere Bedeutung zu.
  • Ästhetik: das Fehlen von Grünpflanzen im Stadtbild wird von vielen Menschen als großer Mangel empfunden. Mit einer Fassadenbegrünung lässt sich dem Bedürfnis der Stadtbewohner nach einem natürlichen Lebensumfeld auf einfache Weise Rechnung tragen. Durch die Verwendung von Blüten ausbildenden Pflanzen kann dieser Effekt noch verstärkt werden.   

Daher hat die Verbraucherzentrale NRW eine Internetseite mit zahlreichen Infos rund um das Thema ‚Hausbegrünung‘ erstellt. Unter dem nebenstehenden Link finden Sie Hinweise zu Vorgärten, Dach- und auch Fassadenbegrünungen und auch Möglichkeiten der Förderung. Zudem stehen die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale auch für Rückfragen zur Verfügung.

begrüntes Flachdach

© miss_mafalda - stock.adobe.com

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