25.09.2017

Integriertes Klimaschutzkonzept

Stadt.Klima.Ich. - Hamm plant die Klima-Zukunft

Aufbauend auf die zahlreichen Klimaschutzaktivitäten der Stadt Hamm wurde im Jahre 2014 ein Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK) mit Bundesförderung (AZ 03KS6103) beauftragt, das inzwischen fertig gestellt und vom Rat im September 2015 beschlossen wurde. Die Förderung von Klimaschutzkonzepten ist Teil der nationalen Klimaschutzinitiative. Mit dem Motto: "Stadt.Klima.Ich" soll einerseits die Vorbildfunktion der Stadt für den Klimaschutz hervorgehoben werden, andererseits aber auch verdeutlicht werden, dass die individuelle Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger sowie von Akteuren/Multiplikatoren ausdrücklich gewünscht ist. Kommunaler Klimaschutz kann nur gemeinsam gelingen!

Der Gutachter des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKK) für die Stadt Hamm, die pro:21 GmbH, hat innerhalb eines Jahres ein aus einer externen Sicht bundesweit standardisiertes und förderkonformes Konzept entwickelt, das bestehende Strukturen systematisch analysiert und Handlungsempfehlungen zur weiteren Intensivierung des kommunalen Klimaschutzes in Hamm und zur Erreichung von Treibhausgasminderungsszenarien entwickelt.

Standardisierte Bausteine waren hierbei:

• Energie- und CO2-Bilanz,
• Potenzialanalyse,
• Akteursbeteiligung,
• Maßnahmenkatalog,
• Controlling-Konzept,
• Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit.

Es wurde festgestellt, dass in Hamm bereits über den kommunalen Rahmen hinaus vielfältig nutzbare Bausteine zum Klimaschutz vorliegen, die die Grundlagen für aufbauende Aktivitäten darstellen und durchaus auch Vorbildcharakter für andere Kommunen entfalten können.

Die weitere Vorgehensweise fokussiert auf

- die Reduzierung der Energieverbräuche/ Treibhausgasemissionen und
- die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien

und soll hier über die Realisierung von Teilkonzepten mit vorzugsweise unterstützendem Klimaschutzmanagement erfolgen. Daneben werden bestehende und bewährte Strukturen weiterhin genutzt und ausgebaut.

Wesentliche Grundlage für die Akteursbeteiligung waren die drei Werkstätten zum Klimaschutz im Jahre 2014; eine mit den Trägern öffentlicher Belange (Potenziale) und zwei Bürgerwerkstätten. Im Vorfeld fand eine intensive Bewerbung der Werkstätten mit einer Filmproduktion (abrufbar auf der rechten Seite, gezeigt vor Fußballspielen der Weltmeisterschaft 2014), Plakaten und Handzetteln an öffentlichen und viel frequentierten Orten, eMail- und Adressverteilern, Lokalpresse und Radio statt. 

Mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger wurde ein Klimaschutz-Leitbild entwickelt.

Es beinhaltet acht Leitlinien und bildet die Grundlage für die integrierte Klimaschutzstrategie:

• Klimaschutz ist ein Leitgedanke,
• Klimaschutz gelingt nur gemeinsam,
• die Stadt ist Koordinator für den Klimaschutz,
• die Quartiere und Stadtteile sind Ausgangspunkt für Klimaschutzprojekte,
• Hamm ist nachhaltig mobil,
• die Energieversorgung und -nutzung ist zukunftsfähig,
• die Wirtschaft ist ein wichtiger Partner im Klimaschutz,
• der Naturraum wird gewahrt und die regionale Wertschöpfung gestärkt.

Als anerkannte, lokale Organisation unterstützt das Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) die Stadt, den Beteiligungsprozess mit Bürgerinnen und Bürgern auszubauen und Klimaschutz positiv zu besetzen. Hierbei sind insbesondere die Bereiche Bildung, Bürger und Kirchen angesprochen. Beteiligungsprozesse werden auf unterschiedlichen Plattformen gebündelt, kommuniziert und vernetzt.

In der Sitzung des Rates am 22.09.2015 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) für die Stadt Hamm beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, zur weiteren Stärkung des Klimaschutzes die entsprechenden Schritte im Sinne dieses Konzeptes vor dem Hintergrund des Haushalts und derverfügbaren Ressourcen einzuleiten.

 

Förderkennzeichen 03K04432