Zweiter Fachtag frühkindliche Bildung

Wichtige Impulse

Rund 100 Fachleute aus Kitas, Kindertagespflege und Fachschulen sind Anfang September auf Einladung von Oberbürgermeister Marc Herter und Familiendezernentin Dr. Britta Obszerninks zum zweiten Fachtag der frühkindlichen Bildung im Bürgersaal Heessen zusammengekommen.

Zu Beginn des Fachtags unterzeichnete der Oberbürgermeister mit den anwesenden Mitgliedern der Steuerungsgruppe des trägerübergreifenden Qualitätsmanagementsystems (TQM) eine gemeinsame Gründungsvereinbarung. Die Vereinbarung schafft einen Rahmen, der die Zukunftsfähigkeit dieses neu erarbeiteten Trägerübergreifenden Qualitätsmanagements (TQM) strukturell absichert. In vielen Kindertageseinrichtungen in Hamm ist das Instrument zur trägerübergreifenden Qualitätsentwicklung in der Praxis als „TQE“ (Trägerübergreifende Qualitätsentwicklung) erfolgreich etabliert. Inhaltlich ist dieses Instrument durch eine trägerübergreifende Impulsgruppe begleitet und gesteuert worden. In den vergangenen zwei Jahren ist das bewährte System als ein Qualitätsmanagementsystem an aktuelle Bedarfe angepasst und strukturell zukunftsfähig gemacht worden. Einige Kitas haben bereits erste praktische Erfahrungen mit dem weiterentwickelten System gesammelt. „Diese trägerübergreifende Kooperation ist besonders wichtig, weil sich die Bildungslandschaft in Hamm durch eine große Trägervielfalt auszeichnet. Der gemeinsame offene, fachliche Austausch führt zu wichtigen Impulsen und Anregungen für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit“, erklärte Marc Herter. Die Teilnahme am Trägerübergreifenden Qualitätsmanagement (TQM) steht jedem Träger im Zuständigkeitsgebiet der Stadt Hamm grundsätzlich offen.

Vor dem Übergang zum Thema Inklusion in Hamm wurde die Weiterentwicklung der Themen des ersten Fachtags in den Fokus genommen. Mit Beginn des aktuellen Kita-Jahres sind am St. Franziskus-Berufskolleg zwei Klassen der Praxis-Integrierten-Ausbildung (PIA) an den Start gegangen. Eine Konzeption zum Quereinstieg in das Berufsfeld der frühkindlichen Bildung in Kindertageseinrichtungen wird mit dem Landesjugendamt erörtert. „Dabei muss uns allen klar sein, dass immer die Anforderungen an die Qualität der Arbeit im Fokus stehen müssen und nicht nur ein Bedarf an helfenden Händen“, stellte der OB heraus.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir in Hamm in Sachen Inklusion bereits gut aufgestellt sind. Das lässt sich in weiten Teilen auf das große Engagement von Ihnen und allen anderen Beteiligten zurückführen“, leitete der Oberbürgermeister den Schwerpunkt des Fachtags ein. „Lassen Sie uns heute gemeinsam überlegen, wie wir die Förderung der Kinder noch besser ermöglichen und dauerhaft qualitativ absichern können“, forderte der OB die Teilnehmenden auf. In seinem Fachvortrag machte Klaus Kokemoor anschließend mit vielen Videosequenzen aus seinem beruflichen Alltag als Inklusionskoordinator der Stadt Hannover sehr anschaulich, dass es bei Inklusion im Besonderen darauf ankommt, was zwischen den Menschen geschieht. Nach dem Vortrag hatten die Fachleute dann in verschiedenen Arbeitsgruppen Gelegenheit zum fachlichen und kollegialen Austausch.

Am Ende waren sich alle Teilnehmenden einig, dass es für die Kinder am besten ist, im gewohnten Setting in ihrer Entwicklung gefördert und unterstützt zu werden. Dazu wünschen sich die Fachleute einen Rahmen zum regelmäßigen Austausch, etwa in einem Arbeitskreis. Daneben soll in der nächsten Zeit u.a. daran gearbeitet werden, Angebote von trägerübergreifender Fort- und Weiterbildung zu Themenstellungen der Inklusion zu entwickeln. „Wir wollen auch die Anregung aus einer Arbeitsgruppe aufgreifen und nach Möglichkeiten suchen, wie die Antragszeiten zur Anerkennung von besonderen Förderbedarfen beschleunigt werden können, damit Ihre Arbeit vor Ort auch deutlich schneller finanziell abgesichert ist“, unterstrich Dr. Britta Obszerninks.

Zweiter Fachtag frühkindliche Bildung

© Thorsten Hübner

Zweiter Fachtag frühkindliche Bildung

© Thorsten Hübner

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