OGS wird weiter ausgebaut

''Noch attraktiver werden''

An acht Schulen wird die Stadt Hamm rund 1,5 Millionen Euro in den Offenen Ganztag investieren – und damit das Betreuungsangebot für Familien in Hamm weiter ausbauen.

Ab dem Schuljahr 2026/27 wird in ganz Nordrhein-Westfalen bis zum Schuljahr 2029/30 sukzessive der Rechtsanspruch auf eine Betreuung im Offenen Ganztag (OGS) für alle Schulkinder in den Grundschulen eingerichtet. Gleichzeitig steigen die Schülerzahlen und damit die Bedarfe an Ganztagsbetreuung in den Schulen. Bereits jetzt investiert die Stadt Hamm deshalb in die Ganztagsangebote an den Hammer Grundschulen. In der kommenden Sitzungsrunde entscheidet der Rat der Stadt Hamm über eine Beschlussvorlage, mit der die Stadt Hamm knapp 1,5 Millionen Euro in den OGS-Ausbau an sechs Schulen investieren will. „Die gute und verlässliche Betreuung von Schulkindern ist einer der wichtigsten Punkte auf unserem Weg zur familienfreundlichsten Stadt“, betont Oberbürgermeister Marc Herter. „Nur wenn gute Betreuungsangebote in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, können sich Familien so organisieren und entfalten, wie es für sie am besten passt. Deshalb nehmen wir viel Geld in die Hand, um unsere OGS noch besser zu machen.“ Die OGS-Quote an den Grundschulen ist allein in den letzten fünf Jahren von knapp 38 Prozent (Schuljahr 2016/17) auf knapp 45 Prozent (Schuljahr 2021/22) gestiegen. „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wir brauchen perspektivisch mehr OGS-Plätze, um für Familien attraktiv zu bleiben und noch attraktiver zu werden“, unterstreicht Marc Herter. Der Schulentwicklungsplan ermittelte 2017 einen Bedarf an Betreuungsangeboten bei den Eltern von etwa 80 Prozent der Grundschulkinder.

Überblick
Die Stadt Hamm hat an allen Grundschulen in Hamm einem Bewertungsverfahren durchgeführt, in dessen Rahmen die räumlichen Bedarfe und Angebote für schulische Inhalte, Betreuung, Speisemöglichkeiten und Form der Essensausgabe erhoben und gewichtet worden sind. „Wir haben durch die Erhebung einen guten Überblick über die OGS-Angebote und Handlungsbedarf an unseren Grundschulen. Genau hier setzen wir mit unserem Ausbauprogramm an“, erklärt Familiendezernentin Dr. Britta Obszerninks.

Neue Konzepte
Aus dieser Erhebung resultieren Maßnahmen an acht Schulen, die mit der Beschlussvorlage in die Planung gehen sollen: An der Bodelschwinghschule, der Selmigerheideschule, der Von-Vincke-Schule und der Theodor-Heuss-Schule sollen die Planungen für Erweiterungsbauten für die OGS in Angriff genommen werden. In der Freiligrathschule soll ein Umbau im Gebäudebestand geplant und ein Hublift installiert werden. In der Johannesschule, der Kettelerschule und der Jahnschule und Lindenschule laufen Planungen für ein grundsätzlich neues pädagogisches Schulraumkonzept in Kombination mit einer ganzheitlichen Sanierung an. „Wir investieren allein in die Planungsleistungen mehr als 1,4 Millionen Euro. Das zeigt, wie anspruchsvoll und wichtig die Aufgabe des OGS-Ausbaus ist. Es ist deshalb unumgänglich, dass auch Bund und Land den weiteren OGS-Ausbau finanziell unterstützen“, verdeutlicht Marc Herter. Klar ist weiterhin, dass die weitere Entwicklung der  Schülerzahlen und entsprechender Prognosen mit Blick auf die sozialräumliche Betrachtung der Grundschulen die dargestellten Bedarfe fortgeschrieben und weitere Maßnahmen im Rahmen des OGS-Ausbaus angegangen werden.

3 Mädchen in der Schule

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