01.02.2019
Anne-Frank-Hauptschule

Zuschlag für eine Talentschule

Gute Nachrichten vom Ministerium für Schule und Bildung in Düsseldorf erhielt die Stadt Hamm am Freitagvormittag: Die Anne-Frank-Hauptschule in Herringen wird zum kommenden Schuljahr 2019/20 eine von landesweit 35 Talentschule.

v. li. n. re.: Schulleiter Bernhard Hölker, Dr. Britta Obszerninks, Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, © Thorsten Hübner

Unter insgesamt 149 Schulen wählte die elfköpfige Jury um den Vorsitzenden Prof. Dr. Ewald Terhart vom Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Münster die Herringer Hauptschule aus, die aktuell 430 Schülerinnen und Schüler – 320 davon mit Migrationshintergrund – hat. „Für die Bildung in unserer Stadt ist der Zuschlag für eine Talentschule ein wichtiges Signal. Damit werden die gute Arbeit an der Anne-Frank-Schule und das überzeugende pädagogische Konzept in besonderer Weise gewürdigt. Gerade den Schülerinnen und Schülern im Hammer Westen wird hier die Chance einer noch intensiveren Förderung geboten. Mein Dank geht aber auch an die weiteren Schulen der Stadt Hamm, die sich um Teilnahme am Projekt beworben haben. Jedes einzelne Konzept hätte aus meiner Sicht auch eine solche Auszeichnung verdient.“, unterstreicht Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

Bereits ab dem Schuljahr 2019/20 wird die Anne-Frank-Schule noch besser ausgestattet: mehr Personal wie Lehrer, Psychologen und Schulsozialarbeiter, ein zusätzliches Budget für die Lehrerfortbildung und personelle Unterstützung für die Rektorate. Das Konzept der Anne-Frank-Schule zielt auf eine Ausweitung des MINT-Angebotes und eine breit aufgestellte Förderung der Talente in diesem Bereich ab. Dabei soll der naturwissenschaftliche Unterricht weiter ausgebaut werden. Unter anderem ist die Entwicklung einer MINT-spezifischen Förderstruktur mit einem stark handlungsorientierten Zugang auch im experimentellen Bereich vorgesehen. Die Einbindung der außerschulische Partner, wie beispielsweise den umliegenden Handwerksbetrieben oder der Hochschule Hamm-Lippstadt und des neu gegründeten FabLab, ist dabei ein zentraler Punkt.

Der landesweite „Schulversuch Talentschule“ soll Schulen in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen neue Möglichkeiten eröffnen, Herkunft und Bildungserfolge zu entkoppeln. Ziel ist es, mit neuen Konzepten für die Unterrichts- und Schulentwicklung sowie zusätzlichen Ressourcen soziale Nachteile beim Bildungserfolg zu überwinden und die Schülerinnen und Schüler zu besseren Leistungsergebnissen zu führen. Vier weiterführende Schulen aus Hamm hatten sich mit ihren pädagogischen Konzepten um die Teilnahme am Landesprojekt „Talentschulen“ beworben: die Anne-Frank-Schule, die Karlschule, die Martin-Luther-Schule sowie das Elisabeth-Lüders-Berufskolleg. Bildungsdezernentin Dr. Britta Obszerninks gratuliert der Anne-Frank-Schule zu diesem Erfolg und bekräftigt die Absichtserklärung des Schulträgers: „Die gute digitale Ausstattung ist ein wesentlicher Aspekt der Talentschulen. Wir werden an der Anne-Frank-Schule den Ausbau der digitalen Infrastruktur mit Priorität umsetzen. Dabei werden die Erkenntnisse des Medienentwicklungsplans, der im Sommer vorgestellt wird, selbstverständlich einfließen.“

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