Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die sich in den letzten Jahren rasant in Deutschland ausgebreitet hat – und auch in Hamm heimisch geworden ist. Auf öffentlichen Grünflächen, auf Spielplätzen und in Parks, aber auch in privaten Gärten sind im vergangenen Jahr die Nester des Eichenprozessionsspinners gesichtet worden. Diese haben es in sich: Die Raupen des Schmetterlings sind mit Brennhaaren bestückt, die bei Berührung allergische Reaktionen auslösen können. Von Laien wird der EPS häufig mit der Gespinstmotte verwechselt.

Städtische Mitarbeiter nehmen Meldungen zu gesichteten Nestern entgegen. Beim Ordnungsamt ist eine Hotline (s. unten) eingerichtet, über die Bürger gesichtete Nester melden und erste Infos zum Umgang mit den Nestern im eigenen Garten erhalten können.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an die unten genannte Hotline.

Gut zu wissen

Eichenprozessionsspinnerraupen an einem Baumstamm
© conserver - stock.adobe.com

Der Kontakt mit den Raupen bzw. Nestern sollten Bürgerinnen und Bürger unter allen Umständen vermeiden: nicht berühren! Wenn man doch zu nah an ein Eichenprozessionsspinner-Nest geraten ist, sollte man seine Kleider wechseln und waschen und sich gründlich waschen – auch die Haare, da sich hier die Brennhaare verfangen können. Deshalb sollten Spaziergänger und Hundebesitzer auch in Wäldern besonders aufmerksam sein. Hunde und Katzen sind durch ihr Fell recht gut gegen die Brennhaare geschützt. Allerdings kann es vorkommen, dass die Haustiere die Raupen des Eichenprozessionsspinners aus Neugier beschnüffeln oder fressen, wodurch es zu Entzündungen im Nasen- und Mundbereich der Tiere kommen kann. Dann sollten die Besitzer unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Bitte bereiten Sie Ihre Meldung idealerweise vor einem Anruf vor. Beachten Sie dabei die Hinweise zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner:


  • wenn es Ihnen möglich ist, bestimmen Sie anhand der oben verlinkten Informationen im Vorfeld selber, ob es der EPS ist oder nur eine harmlose Gespinstmotte
  • Wo genau, Adresse, an welchem Baum haben Sie den EPS Befall gesichtet?
  • Wieviele Bäume sind befallen an dem Standort?
  • Wieviele Nester konnten Sie sehen?
  • halten Sie ggfs. Photos vom Befall (Nest, Raupen, usw.) bereit um diese per Mail verschicken zu können

Grundstückseigentümer sind grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, die Bekämpfung der Nester vornehmen zu lassen.


Die Bekämpfung der Nester sollten sie unbedingt einem Fachbetrieb überlassen, da spezielle Schutzkleidung notwendig ist, um bei der Bekämpfung nicht mit den Brennhaaren in Kontakt zu gelangen!



2018


war das Jahr in dem der EPS das erste mal in einer offensichtlichen Form im Stadtgebiet Hamm auftrat, sodass Maßnahmen im öffentlichen Raum ergriffen werden mussten. In 2018 wurden Mittel in Höhe von ca. 40.000,-€ für die Behandlung befallener Eichen aufgewendet.


2019


erhöhten sich die Meldungen zu EPS Sichtungen und der Befall städtischer Eichen stieg tatsächlich merklich an. In 2019 wurden Mittel in Höhe von ca. 200.000,-€ für die Behandlung befallener Eichen aufgewendet.


2020


wie sich die Population dieses Jahr auf dem Stadtgebiet entwickelt bleibt abzuwarten. Die Beteiligten bei der Stadt Hamm sind vorbereitet und entsprechende Mittel reserviert.

Kontakt

Ordnungsamt

Hotline

Gustav-Heinemann-Straße 21
59065 Hamm
Fon: 02381 17-7272

E-Mail-Adresse