02.06.2019

Mozarts Schlag gegen den Erzbischof

„Ah, lo previdi“, KV 272, Sinfonie A-Dur, KV 201
„Tra l´oscure ombre funeste“ aus „Davidde penitente“, KV 469
„Exultate jubilate“, KV 165
Vesperae solennes de confessore, KV 339, für Soli, Chor und Orchester

Marietta Zumbült, Sopran; Alexandra Ionis, Alt
Alexander Fedorov, Tenor; Konstantin Ingenpaß, Bass
Konzertchor des Städt. Musikvereins Hamm,
Konzertchor Lippstadt, Philh. Chor Siegen
Philharmonie Südwestfalen
Lothar R. Mayer, Leitung

Mozarts Vesper KV 339 ist so beliebt wie die Krönungsmesse. Beide - Vesper und Messe - leisten erbitterten Widerstand gegen die Zumutung Erzbischof Colloredos, eine schlichte und funktionale Musik für die Liturgie zu schaffen, ganz ohne Prunk und sinnliche Fülle. Doch Mozart wehrte sich und schuf fein modellierte Orchesterklänge, wuchtige Tutti, innige Oboen-Soli – und mit dem Laudate Dominum ein Prachtstück für Mozart-Soprane. Majestätisch ist der Herr, der hier angerufen wird. Ein Herr, der Furcht einflößt, aber auch Zutrauen, den man um Erbarmen bitten darf. „Ah, lo previdi“ war die erste von zwei großen Konzertarien, die Mozart für die Tschechin Josefa Dušek schrieb, die Gattin des berühmten tschechischen Komponisten und Pianisten Franz Xaver Dušek. Seinen „Davidde penitente“ kündigte Mozart als „ein für Wien ganz neuer Psalm“ an und dirigierte ihn wohl zur Erstaufführung aus der Partitur der c-Moll-Messe. „Exultate jubilate“, eigentlich für den Kastraten Venazio Rauziini geschrieben, ist das Paradestück für lyrischen Mozart-Sopran und entstand 1773 für die Mailänder Theatinerkirche. KV 201 ist wie die „kleine g-Moll-Sinfonie“ eines der beiden ersten Meisterstücke des jungen Sinfonikers Mozart, ein Meilenstein auf seinem Weg zu erster sinfonischer Reife.

Veranstaltungsinformationen

Sonntag, 9. Februar 2020, 18.00 Uhr

Kurhaus Bad Hamm

Preise:
Kat. I: 28,40 Euro / 21,80 Euro erm.
Kat. II: 20,70 Euro / 16,30 Euro erm.

Ticket online verfügbar! RCE-Event in Kooperation mit