20.03.2018

Interkommunales Handlungskonzept "Siedlungskultur in Quartieren des Ruhrgebietes" - Arbeitersiedlungen Hamm

Die Arbeitersiedlungen in Hamm und im Ruhrgebiet sind ein wichtiger Bestandteil des Wohnungsmarktes und Teil des siedlungskulturellen Erbes dieser Region. Um die besonderen Qualitäten dieser Siedlungen zu erhalten und zeitgemäß weiter zu entwickeln, wurde unter Federführung der Stadt Hamm - in Zusammenarbeit mit den beiden Büros aus Dortmund „startklar.projekt.kommunikation“ und „Post Welters + Partner mbB“ - eine umfangreiche Untersuchung von insgesamt 44 Quartieren mit 72 Siedlungen in 20 Städten durchgeführt. Für alle Quartiere sind lokale Handlungsempfehlungen erarbeitet worden und in „Standortbroschüren“ zusammengefasst.

Die Stadt Hamm ist mit zwei ausgewählten Quartieren bzw. fünf Arbeitersiedlungen vertreten:

• Standort Herringen/ Pelkum mit den Siedlungen „Isenbecker Hof“ und „Wiescherhöfen“

• Standort Heessen mit den Siedlungen „Alte Kolonie“, „Neue Kolonie“ und „Vogelsang“

Weitere Gesprächspartner dieses "Interkommunales Handlungskonzeptes Siedlungskultur in Quartieren des Ruhrgebietes" waren das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung (MHKBG), der Regionalverband Ruhr (RVR), die drei großen Wohnungsunternehmen LEG-Wohnen, Vivawest Wohnen und Vonovia, die Kooperation kommunaler Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet (WIR – Wohnen im Revier), der Arbeitskreis der Denkmalpfleger des Ruhrgebiets und der LWL - Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen.

Der Anlass des Projektes war, sich regional und kooperativ zu den Herausforderungen, Chancen und Perspektiven auszutauschen, mit dem Ziel, langfristig große Teile des siedlungskulturellen Erbes der Arbeitersiedlungen in den Städten und der Region zu sichern. Weitere Projektziele umfassen:

• das Lernen von Beispielen/Modellen aus anderen Kommunen sowie der Erfahrungsaustausch,

• die Erstellung konkreter Handlungsempfehlungen zur Siedlungs-/Quartiersentwicklung an den ausgewählten Standorten,

• die Aufstellung eines regionalen, interkommunalen Handlungsprogramms Siedlungskultur in Quartieren des Ruhrgebietes und

• die verbindliche Perspektivvereinbarung zwischen Kommunen, Landschaftsverbänden, RVR, Wohnungsunternehmen und dem Land NRW zu einem möglichen Landesprogramm "Siedlungskultur in Quartieren".

Mit der übergreifenden Broschüre "Herausforderungen und Perspektiven eines Interkommunalen Handlungskonzepts Siedlungskultur" sind zudem gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven erläutert und in vier Themenbereiche gegliedert:

• alte und neue Instrumente und Themen im Umgang mit den baulich-gestalterischen Ausprägungen des siedlungskulturellen Erbes

• Stärkung der Partnerschaften von Wohnungsunternehmen und Kommunen zur Wahrung und Weiterentwicklung des siedlungskulturellen Erbes

• Einsatz und Weiterentwicklung des Förderinstrumentariums zur Sicherung des siedlungskulturellen Erbes sowie

• Aufbau und Verstetigung der regionalen Vernetzung und Kooperation. 

Dieses Projekt wird gefördert durch:

Logo Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Logo Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden
Logo Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen