Abfallvermeidung

Kreativwettbewerb: Jury kürt Gewinner

Wie lässt sich Abfall vermeiden beziehungsweise wie kann unsichtbarer Abfall sichtbar gemacht werden? Diese Frage stellte der ASH den Schulen und Kitas in Hamm während der Europäischen Woche der Abfallvermeidung.

„Wir haben zu diesem Thema zahlreiche und vor allem sehr kreative Einsendungen von den Einrichtungen und Schulen erhalten. Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken. Vor allem in der derzeitigen schwierigen Zeit hätten wir nicht mit so vielen außergewöhnlichen Projektarbeiten gerechnet“, freut sich die Expertenjury, bestehend aus ASH-Dezernent Markus Kreuz, Bildungsdezernentin Dr. Britta Obszerninks, ASH-Betriebsleiter Reinhard Bartsch sowie Umweltamtsleiter Dr. Oliver Schmidt-Formann.

Nach Einsendeschluss Anfang Dezember hat die Jury nun die ideenreichsten und herausragendsten Projektarbeiten gewählt, die mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro für den Förderverein belohnt werden.


Unter den Kitas fiel die Wahl auf gleich zwei Einrichtungen: die Kita St. Marien sowie die Kita Outlaw. Beide haben alte Verpackungsmaterialien in wahre Kunstwerke verwandelt. „Das „upcycling“ verdeutlicht die Wertigkeit von Abfällen und erweitert den kreativen Umgang mit Wiederverwertung von Abfall als Rohstoff. Die erzeugten Ergebnisse und die Transformation der Verpackungsmaterialien in Hamms Wahrzeichen einerseits und eine winterliche Laternen-Landschaft andererseits verstärkt diesen Effekt der inhaltlich-kreativen Auseinandersetzung“, begründet die Jury die Entscheidung, in dieser Kategorie das Preisgeld auf zwei Einrichtungen aufzuteilen.

Die Wahl des besten Projektes einer Grund-/Förderschule, fiel auf die Klasse 1b der Gebrüder-Grimm-Schule, die auf ihrem Schulgelände eine eigene kleine Mülldeponie errichtet hat. „Die Mülldeponie ist zwar auf eine etwas langfristige Zeitreihe ausgelegt, behandelt aber einen wichtigen Punkt: die Langlebigkeit unseres Abfalls und seine Auswirkungen auf die Umwelt. Die Möglichkeit der eigenen Beobachtung forciert die Betroffenheit und eine Reflektion des eigenen Handelns“, so die Jury.

Die 500 Euro Preisgeld in der Kategorie Weiterführende Schulen geht an die Idee der Klasse 5c der Realschule Heessen. In ihrem Projekt befasste sich die Klasse mit dem unsichtbaren Abfall, der bei der Produktion eines Smartphones entsteht. „Mindestens ab der weiterführenden Schule haben in Deutschland viele Schüler ein eigenes Mobilgerät. Umso wertvoller ist es, sich über den Stoffkreislauf, der Rohstoffgewinnung und den abfallerzeugenden Prozessen im Leben eines Handys Gedanken zu machen. Die dazu entwickelte Idee der „Einmaligkeit“ ist sehr kreativ und ansprechend umgesetzt“, so die Jury abschließend.

Eines von vielen eingesendeten kreativen Abfallvermeidungsprojekten

© Kita St. Marien Hamm

Kontakt

Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH)

Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm
Fon: 02381 17-8282
Fax: 02381 17-2986
Internet