11.05.2021
Stadtgeschichte

Neue Stele am OLG

Seit April steht auf der Freifläche gegenüber dem Oberlandesgericht Hamm (OLG) an der Heßlerstraße eine neue Stele zur Stadtgeschichte – es ist die mittlerweile 25. auf Hammer Stadtgebiet.

© Thorsten Hübner

Die ersten drei Stelen zur Stadtgeschichte wurden 2014 zum 100. Geburtstags der Ringanlagen eingeweiht. Die jüngste Stele wurde anlässlich des 200. Geburtstags des OLG im vergangenen Jahr aufgestellt und soll die Entwicklung dieses Gerichts sichtbar machen und an dessen Geschichte erinnern.

Zur Geschichte: Das OLG Hamm nahm am 1. Juli 1820 am Marktplatz in Hamm seine Tätigkeit auf. Die Industrialisierung des Ruhrgebiets im Laufe des 19. Jahrhundert ließ die Bevölkerung im Gerichtsbezirk stark wachsen und beförderte die Bedeutung des OLG Hamm. 1894 wurde das neue Gerichtsgebäude am damaligen Friedrichsplatz bezogen (seit 1959 Rathaus). In der NS-Zeit wurden in politisch motivierten Strafprozessen mehr als 25.000 Regimegegner zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt. Verhängt wurden in dieser Zeit auch mindestens 350 Todesurteile. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte die Rechtsstaatlichkeit in die Säle des Oberlandesgerichts zurück. Im Verlauf seiner ereignisreichen Geschichte ist die Bedeutung des OLG Hamm stark gewachsen. Seit 1959 befindet es sich an der Heßlerstraße. Das 60 Meter hohe Gebäude ist das höchste seiner Art in Hamm. Mit einem fast 22.000 Quadratkilometer umfassenden Bezirk hat sich das Gericht zum größten Oberlandesgericht in Deutschland entwickelt. Die Stele wird unterstützt durch den Hammer Geschichtsverein e. V.

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