Ein-Jahres-Bilanz

„Jeden Tag ein Stückchen besser“

Wegweisende Großprojekte für Klima und Logistik, Entlastung für Familien und Impulse für die Innenstadt: In den vergangenen zwölf Monaten hat die Stadt Hamm zahlreiche Weichen für die Zukunft gestellt.

Das erste Jahr von Marc Herter als Oberbürgermeister der Stadt Hamm war vom Aufbruch geprägt. In den vergangenen Monaten hat die Stadt Hamm gemeinsam mit ihren Partnern zahlreiche zukunftsweisende Großprojekte und Entwicklungen in der Stadtentwicklung, Wirtschaft, für Familien und Freizeit angeschoben. Ich freue mich, dass der notwendige Aufbruch so viel Unterstützung erfährt. Genau diese Stimmung brauchen wir, um gemeinsam in Hamm erfolgreich zu sein“, bilanziert Marc Herter seine ersten 365 Tage als Oberbürgermeister von Hamm. „Ich freue mich, wenn es voran geht und wir unsere Stadt für die Bürgerinnen und Bürger jeden Tag ein Stückchen besser machen können. Hierfür geben wir alle – damit meine ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und ihrer Töchter ebenso wie die Politik, Akteure der Stadtgesellschaft oder externe Partnerinnen und Partner – unser Bestes.“

Die Themen

Zwei Projekte mit enormer Strahlkraft entfalten eine neue wirtschaftliche Dynamik und bringen Klimaschutz und gut bezahlte Arbeit zusammen: die Wasserstoffallianz Westfalen und die Revitalisierung des 58 Hektar großen früheren Rangierbahnhofs. Der Rangierbahnhof wird als Multi Hub Westfalen zum Prototyp für klimafreundliche Logistik in Deutschland und Europa. Durch die trimodale Anbindung von Schiene, Wasserstraße und Straße sind die Voraussetzungen ideal, um mitten in Hamm einen neuen Logistikknoten von überregionaler Bedeutung zu entwickeln. „Dieses Projekt wird einen starken Impuls für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufbruch in Hamm liefern und zu neuer wirtschaftlicher Dynamik führen“, ist Marc Herter überzeugt. Mit dem Wasserstoffzentrum Hamm und der Wasserstoffallianz Westfalen sind die Weichen für die klimaneutrale Produktion von Wasserstoff am Energiestandort in Uentrop gestellt worden.
Auch die Förderung umweltfreundlicher Mobilität hat Fahrt aufgenommen. Unnötige Wegsperren für den Radverkehr sind im ganzen Stadtgebiet abgebaut worden, zusätzliche Bügel zum Abstellen von Fahrrädern wurden geschaffen (zum Beispiel auf dem Santa-Monica-Platz) und geeignete Einbahnstraßen für den Fahrradverkehr gegen die Fahrtrichtung geöffnet. Routen aus den Stadtbezirken in die Innenstadt sind in Planung.

Auch für Eltern und junge Familien wurde in den vergangen zwölf Monaten einiges bewegt. Die Kita- und OGS-Beiträge sind aufgrund der Corona-Pandemie in den ersten sieben Monaten des Jahres komplett gestrichen worden. Im März hat der Rat daneben eine neue Gebührensatzung für Kita, Tagespflege und OGS beschlossen und damit die Beitragslast der Hammer Familien um 2,4 Millionen Euro pro Jahr verringert: Alle Einkommensgruppen zahlen seit August weniger als vorher. „Gerade für junge Familien ist das eine wichtige finanzielle Entlastung“, unterstreicht der OB. Die Kita-Landschaft in Hamm wird weiter gestärkt und ausgebaut. Dazu hat ein Kita-Fachtag stattgefunden, dessen Impulse und Ergebnisse in den „Bildungsbericht Frühkindliche Bildung“ münden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neu gegründeten Familiendezernats der Stadt Hamm entwickeln ein Konzept für ein Familienrathaus – analog und digital: Hier sollen alle Anliegen und Themen, die Familien in Hamm betreffen, gebündelt werden. Planung und Bau von Spiel- und Bolzplätzen werden unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungen wie dem demografischen Wandel, der Inklusion und einem veränderten Spiel- und Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen gezielt analysiert, digitalisiert und verbindliche Kriterien für die kommenden Jahre festgeschrieben.

An zahlreichen Orten sind wegweisende Entwicklungen im Gange, die die Innenstadt attraktiver machen und die Menschen zum Shoppen, Verweilen und Erleben einladen. Die Rödinghauser Straße wird als Verbindung zwischen der Weststraße und dem Martin-Luther-Platz auf der einen sowie Allee-Center und „B-tween“ auf der anderen Seite um- und ausgebaut. Über die neue Nord-Süd-Achse durch den Nordringpark können sich die Menschen in Hamm bequem zwischen der Hammer Innenstadt und der Kanalkante mit dem Wassersportzentrum bewegen. So wird eine wichtige Verbindung zwischen Schleusenplatz und Wassersportzentrum und Marktplatz geschaffen, die sich durch die Sperrung der „Meile“ für den Pkw-Verkehr bis zum Beginn der Südstraße durchzieht. Daneben hat die Stadt mit der Qualitätsoffensive Fußgängerzone, in deren Rahmen neue Spielgeräte, Fahrradständer und eine moderne und zeitgemäße Beleuchtung die Fußgängerzone spürbar aufgehübscht haben, dem Erlass der Außengastronomie-Gebühren für die Gastronomen in der Innenstadt und einer großzügige Flächenbewilligung für die Außengastronomie mehrere kleine, schnelle Impulse für eine lebendige Innenstadt gesetzt. Im Rahmen einer Innenstadtkonferenz haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche weitere Ideen sowie größere und kleine, schnell umsetzbare Impulse für die weitere Entwicklung der Innenstadt erarbeitet.

Zu einem einzigen kreativen Hotspot wurde die Hammer Innenstadt beim erstmals stattfindenden Kulturfest „H4“: Über 50 Acts auf den Bühnen und weit über 300 Kreative – alle aus Hamm – sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Auch die Dienstleister aus den Bereichen Bühne, Sound/ Technik und Gastronomie kamen fast ausnahmslos aus Hamm – und konnten nach schwierigen Lockdown-Monaten „endlich“ wieder von einem Großereignis profitieren.

Auch in den nächsten Jahren hat die Stadt Hamm einiges vor: Der Doppelhaushalt, den Oberbürgermeister Marc Herter und Stadtkämmerer Markus Kreuz für die Jahre 2022 und 2023 in den Rat eingebracht haben, ist der größte in der Geschichte der Stadt Hamm. Mit geplanten Budgets von 843 Millionen Euro (2022) und 862 Millionen Euro (2023) umfasst er ein Gesamtvolumen von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Im Haushaltsentwurf finden sich zahlreiche Baumaßnahmen und Projekte wieder, die in den kommenden Jahren das Stadtbild verändern werden. Insgesamt sind in den kommenden beiden Jahren 135 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen: Dazu zählen Modernisierungen und Neubauten von Schulgebäuden ebenso wie Investitionen in die Digitalisierung Hamms, Renaturierung und Klimaschutz. „Mit diesem Haushalt investieren wir in den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hamm“, erklärt Marc Herter.

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