Masken für Leistungsempfänger

FFP2-Masken auch für Wohngeldempfänger

Die Stadt Hamm geht über die kürzlich vom Land NRW getroffene Regelung für Leistungsempfänger hinaus – und hat rund 150.000 FFP2-Masken sowohl an Leistungsempfänger als auch an Geringverdiener verschickt.

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt den Kommunen im ersten Schritt fünf Millionen FFP2-Masken zur Verfügung – also rund 50.000 Masken für Hamm. Die Stadt Hamm hat sich nicht auf die vom Land zur Verfügung gestellte „Erstausstattung“ beschränken,  sondern die zugesagte Nachlieferung in einem Vorgang mit versandt. Somit wurden die Leistungsempfänger nach dem Sozialgesetzbuch II und XII, von Wohngeld sowie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz mit insgesamt rund 150.000 Masken versorgt. „Dabei handelt es sich um sogenannte Geringverdiener, die aus unserer Sicht ebenfalls das Geld für die Beschaffung von Schutzmasken nicht zur Verfügung haben“, sagt Fachbereichsleiter Theo Hesse. Nach Abschluss der Ermittlung der Empfänger dieser genannten Personengruppen begann per Post die Verteilung der Schutzmasken an die jeweiligen Haushalte. Die Anzahl der Masken pro Person ergibt sich nach Abschluss der Bedarfsermittlung.

3850 Schutzmasken hatte die Stadt bereits als schnelle Soforthilfe aus eigenen Beständen an neun gemeinnützige Einrichtungen ausgeliefert, unter anderem die Hammer Tafel, die Perthes Sozialberatungsstelle sowie die Franziskusküche.

Vorschlag von OB Herter hat weiter Bestand
Auf seinen Vorschlag, sozial benachteiligten Bürgerinnen und Bürgern bei der Beschaffung von Schutzmasken unbürokratisch zu helfen, hatte Oberbürgermeister Marc Herter gestern nur einen Tag später, Antwort von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel erhalten. Das Land NRW habe das Problem erkannt und stelle eine Erstausstattung für diese Personengruppe zur Verfügung, heißt es in dem Schreiben. 5 Millionen FFP2-Masken (KN95) stehen ab sofort landesweit für die Leistungsempfängerinnen und -empfänger gemäß dem Sozialgesetzbuch II, dem Sozialgesetzbuch XII und gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz zur Verfügung. Die Kommunen müssen sich die Masken aber zunächst selbst aus dem Zentrallager Hagen abholen und die Verteilung zu Hause organisieren. Zehn Millionen weitere Masken desselben Typs würden zu einem späteren Zeitpunkt für diese Personengruppen zur Verfügung gestellt, so der Regierungspräsident.

„Das ist ein erster Schritt“, sagte Oberbürgermeister Marc Herter. Eine grundsätzliche Lösung des Problems sei dies aber nicht. Die betroffenen Menschen bräuchten regelmäßig Nachschub, solange die Eindämmung der Corona-Pandemie anhalte. Deshalb hatte Herter vorgeschlagen, den Leistungsempfängerinnen und -empfängern pauschal pro Person 20 Euro Mehrbedarf zuzugestehen. „Dieser Vorschlag hat weiter Bestand. Darüber wird die Bundesregierung zu entscheiden haben“, sagte Herter. 

FFP2-Masken

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