Stadt Hamm

Umwelt

Ein Jahr ohne Auto - Projekt von FUgE, Umweltamt und ADFC

Foto: Liegerad von FUgE

Der ersten 2 ½ Monate ohne Auto im Rahmen des Projektes „Ein Jahr ohne Auto“ haben Heidrun Herttrich und die Familie Muth-Flecke schon hinter sich.

Bei dem Projekt von FUgE e.V., dem ADFC und dem Umweltamt der Stadt Hamm hat sie sich verpflichtet, ein Jahr auf das Auto zu verzichten und den Alltag und den Urlaub in diesem Jahr mit dem Rad, der Bahn und/oder dem Bus zu bewältigen.

Die letzten Wochen mit der Kälte, dem Wind und dem nicht enden wollenden Regen haben  die gesamte Willenskraft der Projektteilnehmer gefordert. So musste Frau Muth-Flecke beruflich nach Werl-Büderich. Da es keine halbwegs geeignete Bus-Verbindung dorthin gab, plante sie die 20 km Fahrt mit dem Rad auf dem Stadtplan. Doch aufgrund der zum Teil fehlenden Beschilderung wurden daraus ein paar Kilometer mehr, das Gleiche auf dem Rückweg. Und natürlich hat es auf beiden Strecken gründlich geregnet, so dass am Abend nach der Rückkehr der Frust schon recht tief saß. Wenn es aber mal nicht regnet und so die 10 km nach Dolberg trockenen Fußes gefahren werden können, wird es so früh dunkel, dass man als Radfahrer schon alle Reflektoren, Lampen und Warnwesten am Körper tragen muss, um nicht ständig von den Autofahrern übersehen zu werden.

„Selbst ist die Frau“ hat sich Frau Muth-Flecke gedacht, um bei defekten Bremsen, platten Reifen oder defektem Licht nicht mehr hilflos zu sein. Daher will sie sich in Kürze beim Pannenkurs des ADFC praktisch weiterbilden.

Auch Heidrun Herttrich hatte so ihre Probleme mit dem fahrradfeindlichen Wetter und sehnt den Frühling und besseres/trockenes Wetter sehnsüchtig herbei, um nicht mehr „nach dem Fahrradfahren wie ein Schlammmonster auszusehen“. Zu allem Überfluss gab es am vergangenen Wochenende auch noch einen Notfall und Frau Herttrich musste doch einmal mit dem Taxi fahren. Nach einer Prellung, die sie sich bei der Arbeit zugezogen hatte, musste sie kurzfristig einen Zug erreichen, um pünktlich „ins Wochenende“ starten zu können. Die Prellung, der Regen, Gepäck für ein Wochenende und Zeitdruck machten die Taxifahrt zum Bahnhof notwendig. Das der Zug dann noch 10 Min. Verspätung hatte, passte da nur ins Gesamtbild…

Alle Beteiligten haben das gleiche „Verhaltensmuster“ bei dem miesen Wetter bestätigt: Regenklamotten anziehen, Regenklamotten ausziehen. Bei gutem Wetter das Fahrrad putzen und zwei Tage später wieder ein unkenntliches, schlammverkrustetes Etwas vor der Tür stehen haben.

Doch ein wichtige Erkenntnis hat Frau Muth-Flecke jetzt schon daraus gewonnen, die Frau Herttrich umgehend bestätigt hat: „Dass Unmögliche ist manchmal möglich und ich schaffe mehr (mit dem Rad), als ich geglaubt habe.“


Auf der rechten Seite können Sie das Internet-Tagebuch des Westfälischen Anzeiger von den beiden Frauen aufrufen, sowie einen detailierten Bericht zum Projekt auf der Interseite von FUgE e.V..