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Klimaschutz in Hamm - Aktivitäten und Maßnahmen für eine klimafreundliche Entwicklung

Foto: Baumkronen

Kaum ein anderes Thema befand sich im letzten Halbjahr so oft in den einschlägigen Medien wie der Klimaschutz.

Diskutiert und debattiert wurde über wichtige Themenfelder wie die globalen Erwärmung, die Veränderung der Meere und insbesondere der Polarregion, die sich ereignenden Naturkatastrophen in Teilen der Welt, der CO2-Ausstoß in den Schwellen- und Industrieländern, der Artenschwund und die Biodiversität, der Einsatz und die Auswirkungen von regenerativen Energien, die international geführten Konferenzen zum Klimaschutz, neue Technologien, Szenarien, Baustandards und Förderprogramme, Gesundheitsschutz und manches mehr. Die Komplexität ist dabei so enorm, dass es schwer fällt, hier noch den Überblick zu behalten.

Wir in Hamm haben uns der Herausforderung Klimaschutz bereits in den 1990er-Jahren gestellt. Im Rahmen des Modellwettbewerbes „Ökologische Stadt der Zukunft“ wurden unterschiedlichste Herangehensweisen experimentell ausprobiert, gleichzeitig aber auch mehrere grundlegende Planungen und Projekte geschaffen, auf denen wir heute aufbauen können. Hierzu gehören die Schaffung eines grundlegenden Umweltinformations- und Umweltqualitätszielsystems genauso wie Grundsatzplanungen wie der Flächennutzungsplan, die den Außenbereich abdeckenden Landschaftspläne, das Energiewirtschaftskonzept, der Masterplan Verkehr oder auch das Waldentwicklungskonzept. Im Rahmen dieser Planungen wurden zahlreiche Projekte bausteinartig verwirklicht.

Im Energiesektor fand eine Umstellung von Kohle/Koks und Öl hin zum umweltfreundlicheren Erdgas statt. Im Zuge der energetischen Erneuerung wurden viele öffentliche Gebäude modernisiert, gedämmt und energetisch optimiert. Gezielte Einweisung, Schulung und Mitwirkung konnten manche negativen Verhaltensweisen ändern und Energiesparen zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Die Einrichtung von Blockheizkraftwerken, die Beteiligung am GuD-Kraftwerk, der Einsatz von Ökostrom (alle Verwaltungsstandorte) aus Wasserkraft und die Nutzung der Müllverbrennungsanlage zur Stromproduktion sind weitere Beispiele.

Das Ökoprofit-Projekt hat gezeigt, dass Umweltschutz auch ein finanzieller Gewinn sein kann. Mehrere nicht-öffentliche und öffentliche Betriebe haben eindrucksvolle Bilanzen erzeugt und werden diesen Weg konsequent weiter gehen. Mittlerweile findet der sechste Durchgang dieses überaus erfolgreichen Projektes statt. Auch das Rathaus ist diesmalig dabei.

Bei der Verkehrsplanung hat der Masterplan Verkehr ein Bündel von Maßnahmen vorgesehen, die deutliche Entlastungswirkungen versprechen und den Ausstoß von Schadstoffen, Lärm und CO2 vermindern. Öffentliche Verkehrsmittel, Schiffsverkehr und Fahrradnutzung sind klimafreundliche Verkehrsarten, die es zu stärken gilt.

Der Waldanlage wurde eine hohe Priorität eingeräumt. Die Waldfläche wird sich nach der Fortschreibung des Flächennutzungsplans von 1.869 ha (FNP „1979“) auf 2.137 ha (FNP „neu“) erhöhen. Rechnet man den Zuwachs von insgesamt 268 ha in eingesparte Tonnen CO2 um, so ergibt sich je nach Bestockung, Alter und Baumart insgesamt eine CO2-Reduktion von etwa 2680 Tonnen (10 Tonnen pro  ha und Jahr). Die Bewirtschaftung des städtischen Waldanteils auf der Grundlage der strengen Kriterien der „Naturwaldgemeinde“ ist hierbei selbstverständlich.

Diese ausgewählten Beispiele zeigen bereits, dass Klimaschutz in Hamm ernst genommen und auf breiter Basis gefördert wird. Ausführlicher kann dies im aktuellen Klimaschutzbericht nachvollzogen werden,  der nach der Sommerpause in den politischen Gremien diskutiert wird. Er beinhaltet aber nicht nur Taten vergangener Tage, sondern stellt sich mit seinem integrierten Handlungskonzept mit 50 Einzelpunkten konsequent dem weiteren Ausbau des Klimaschutzes in Hamm.

Rechts auf dieser Seite können Sie eine ausführliche Broschüre zum Thema "Klimaschutz in Hamm" downloaden.