07.08.2017

Gewässerentwicklung

Seit jeher hat der Mensch die Gewässer und ihre Auen für sich genutzt: als Trinkwasser, als Transportweg, als Siedlungsraum, zur Energiegewinnung, zur Einleitung von Abwasser, zur Nahrungsmittelproduktion und für vieles mehr. Durch diese intensive Nutzung haben eine Vielzahl der Gewässer ihre natürlichen Strukturen verloren. Sie sind vielfach verlegt, verkürzt und eingeengt worden. Damit wurden wichtige Funktionen und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zerstört.

Zum Schutz unserer Gewässer hat mittlerweile ein Umdenken stattgefunden und die ökologische Funktion unserer Gewässer wurde wieder in den Vordergrund gerückt. Die Gewässerentwicklung ist dabei zu einem wichtigen Werkzeug geworden, mit dem ökologisch funktionsfähige Gewässer wiederhergestellt und die Belange des Allgemeinwohls berücksichtigt werden können.

Die Rückkehr zu einem naturnahen Zustand unserer Gewässer und Auen braucht Zeit. Zunächst müssen die Renaturierungsmaßnahmen geplant und umgesetzt werden. In Hamm arbeiten daran das Umweltamt und das Grünflächen- und Tiefbauamt gemeinsam auf Basis von Gewässerentwicklungskonzepten. Die Konzepte wurden auf gesetzlicher Grundlage der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) erstellt. Die hierin empfohlenen Maßnahmen verbessern die ökologische Funktionsfähigkeit der Bäche und Flüsse und schaffen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Mit Hilfe des Ahse-Projektes „Lebendige Bördebäche“ soll in den Bördebächen wieder ein ökologisch guter Zustand erreicht werden. Das Projekt wird gemeinschaftlich von der Stadt Hamm und dem Kreis Soest umgesetzt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. 

Logo des Ahse-Projektes "Lebendige Bördebäche"

Ahse-Projekt "Lebendige Bördebäche"