08.09.2016

Schwarzpappel

Botanischer Name: Populus nigra 
Familie: Weidengewächse
Wuchs: mächtiger Baum mit knorrigem Wuchs
Höhe: bis zu 35 Meter
Alter: bis 350 Jahre  

Wissenswertes zur Schwarzpappel

Die Schwarzpappel ist eine echte Rarität in unseren Breiten geworden. Der selten gewordene Baum ist sogar auf der Roten Liste bedrohter Pflanzenarten zu finden. Als typischer Vertreter von Auenlandschaften, wurde die Schwarzpappel in den vergangenen Jahrzehnten durch die Trockenlegung der Auen, Grundwasserabsenkungen und der starken Konkurrenz durch Zuchtsorten, wie der Hybridpappel, fast gänzlich aus unseren Auwäldern verdrängt.

Schwarzpappeln sind natürlicherweise in der Weichholzaue, die den flussnahen Bereich einer Auenlandschaft bildet, zu finden. Sie sind in der Lage Überschwemmungen durch Hochwasser an bis zu 200 Tagen im Jahr und auch starke Strömungsgeschwindigkeiten zu tolerieren. Hier, in der Flussaue des Wiescherbaches, ist also genau der richtige Standort für Schwarzpappeln.

Charakteristisch für diese Pappelart sind ihre große ausladende Krone und die dunkle, und eine tief gefurchte Rinde. Von der dunklen Färbung der Rinde leitet sich auch der lateinische Name, Populus nigra (nigra = schwarz), des Baumes ab. Oftmals werden die wertvollen Schwarzpappeln mit Hybridpappeln verwechselt. Diese entstanden schon Ende des 17. Jahrhunderts aus einer Kreuzung mit amerikanischen Schwarzpappeln. Die raschwüchsige Hybridpappel war für die Forstwirtschaft ertragreicher und wurde häufig zur Entwässerung am Rand von Feldern angepflanzt.

Noch heute ist das glatte und weiche Holz der Schwarzpappel ein begehrtes Material für Schnitzereien, Musikinstrumente und Basteleien. Schon die alten Griechen stellten aus den Knospen der Schwarzpappel eine schmerzstillende Salbe gegen Entzündungen her. Die Pflanzung einer Schwarzpappel ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung dieser vom Aussterben bedrohten Baumart.

Quelle
de.wikipedia.org
baum-des-jahres.de