08.06.2015

Luftreinhalteplan ist am 01. Oktober 2012 in Kraft getreten

Die Luftreinhalteplanung wird zuständigkeitshalber durch die Bezirksregierung Arnsberg durchgeführt. Im Folgenden werden die gegenwärtige Situation, der Anlass und die weiteren Maßnahmen beschrieben. Weitergehende Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Bezirksregierung Arnsberg. Dort können Sie auch eine Kopie des Luftreinhalteplans herunterladen.

Vor Erarbeitung des Luftreinhalteplans wurde die Luftsituation vom Landesamt für Natur-, Umwelt-, und Verbraucherschutz (LANUV) in ganz NRW überprüft. Dazu wurden die ersten Messungen an Brennpunkten im Jahr 1991 durchgeführt. Es wurden keine Überschreitungen festgestellt. Auch weitere Messungen in Bockum-Hövel in 2004 haben keine Grenzwertüberschreitungen bei den Hintergrundbelastungen (Emmission) ergeben. Zur Ergänzung dieser Messungen wurde in den Jahren 2005/06 die Aufstellung eines Messcontainers zur Immissionsmessung von Seiten der Stadt (Ratsresolution zur Feinstaubmessung) beim MUNLV beantragt. Da an dem vorgesehen Standort kein Container aufgestellt werden konnte und keine Annahmen zu Feinstaub vorlagen, entschied man sich für einen Passivsammler zur Messung von Stickstoffdioxid (NO2).

Die dabei zulässige Grenze von 40 µg/m3 NO2 wurde in den letzten 3 Jahren überschritten. Die Messungen ergaben einen Wert von 43 µg/m3 NO2, so dass die Bezirksregierung Arnsberg einen Luftreinhalteplan für Hamm aufstellen musste. Dieser Plan beinhaltet unterschiedliche Maßnahmen zur Senkung des Grenzwertes. Nach der Prognose wird ein Wert von 38 µg/m3 bis 2015 erreicht. Sollte die Evaluierung in der Zwischenzeit ergeben, dass dieser Wert nicht erreicht werden kann, müssen von der Bezirksregierung weitere Maßnahmen getroffen werden.

Die intensive Ursachenforschung ergab: Wie aufgrund der Lage des Belastungsschwerpunktes in einer Straßenschlucht zu vermuten war, ist der Straßenverkehr Hauptverursacher für die überhöhten Werte. Besonders hervorzuheben sind hierbei PKW, schwere Nutzfahrzeuge und Busse. Deshalb zielen die Maßnahmen des Luftreinhalteplans, der unter Federführung der Bezirksregierung Arnsberg aufgestellt wurde, auf eine Reduzierung der verkehrsbedingten Belastungen ab.

Um die Belastung mit Stickstoffdioxid einzudämmen, soll die Kreuzung Münsterstraße / Heessener Straße / Bockumer Weg und somit auch die Münsterstraße verkehrlich entlastet werden. Für den verbleibenden Verkehr soll durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen der Verkehrsfluss erhöht werden.