11.06.2015

Biber wieder gesichtet

VIDEO: Biber beim nächtlichen Rundgang

Am 02. Juni 2015 ist der Biber erneut in die Fotofalle an der Lippe getappt. Diesmal konnte eine 14 Sekunden lange Filmaufnahme von ihm gemacht werden. Sie zeigt, wie sich der große Nager langsam in die Lippe gleiten lässt. Die Bilder des Bibers lassen darauf schließen, dass er sich in einem guten Ernährungszustand befindet, was die Mitarbeiter des Umweltamtes sehr freut.

Im östlichen Gebiet der Stadt Hamm sind weite Abschnitte der Lippe und ihrer Aue als Naturschutzgebiet und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (Tiere-Pflanzen-Lebensraum) geschützt. Hier wurden durch die beiden LIFE-Projekte „Lippeaue“ in den vergangenen zehn Jahren große Bereiche renaturiert, also naturnah umgestaltet. Dadurch finden viele Tiere und Pflanzen und somit auch der Biber wieder einen Lebensraum mit Nahrungs- und Rückzugsgebieten, in dem sie sich gut entwickeln können.

Die mittlerweile zahlreich gefundenen Fraßstellen des Bibers deuten darauf hin, dass sich vermutlich mehrere Tiere auf Hammer Gebiet angesiedelt haben. Biber leben in Familienverbänden und bringen jedes Jahr etwa zwei bis drei Junge zur Welt. Der Nachwuchs bleibt zwei Jahre in der Familie. Dann wandern die jungen Biber ab und suchen sich ein eigenes Revier. Biberfamilien besetzen ein Revier entlang von Gewässern, das sich je nach Nahrungsangebot auf ein bis sieben Kilometer erstreckt. Dieses wird mit einem Duftstoff aus der sogenannten Bibergeildrüse, dem Bibergeil, markiert und so gegen Artgenossen verteidigt.  Aufgrund dieses Verhaltens steigen die Biberbestände nicht über die Maßen an. Bisher konnten von den Mitarbeitern des Umweltamtes noch keine Jungtiere des Bibers gesichtet werden, aber vielleicht ist dies einfach eine Frage der Zeit…

Um den Film zu sehen klicken Sie hier.