22.05.2015

Fotofalle liefert den Beweis

Foto vom Biber an der Lippe gelungen

Seit zwei Jahren weisen zahlreiche Fraßspuren des Bibers auf seine Existenz hin. Jetzt ist auch endlich der Fotobeweis gelungen. Am 12. Mai 2015 um 6:20 Uhr schnappte die Fotofalle am Ufer der Lippe zu. Gut erkennbar ist die große Kelle, wie der Schwanz des Nagetiers genannt wird. Sie ist das eindeutige Erkennungsmerkmal des Bibers, die ihn von den ähnlich aussehenden Tieren Nutria und Bisam unterscheidet.

Biber an der Lippe

Vor etwa 200 Jahren ist der Biber in unserer Region ausgestorben. Durch Wiederbesiedlungsprojekte in ganz Deutschland sind die Tiere nun langsam wieder in ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet zurückgekehrt. Der Hammer Biber stammt vermutlich aus dem Raum Wesel, wo die Tiere Anfang der 1990er Jahre wieder angesiedelt wurden. Der Bestand zwischen Hamm und Lippborg wird aktuell wieder auf etwa 25 Tiere geschätzt. Durch die Maßnahmen des LIFE+ Projektes Lippeaue und weiteren Renaturierungsmaßnahmen ist die Lippeaue wieder für die streng geschützten Tiere attraktiv geworden.  

Wo genau der Biber lebt, bleibt aber Geheimnis des Umweltamtes. Die seltenen Nager sollen nicht durch neugierige Besucher vertrieben werden.