18.11.2016

Blänke

Blänken führen zumindest in den feuchten Jahreszeiten, also vor allem im Frühjahr und im Herbst, Wasser. Im Sommer fallen sie meist trocken. An den tiefsten Stellen können Restwasserflächen erhalten bleiben. Mit ihren wechselnden Wasserständen sind Blänken Lebensräume für Spezialisten. Die Vegetation ist lückenhaft und besteht oftmals aus konkurrenzschwachen Arten, die an anderen Orten verdrängt würden. Beispiele sind Zwiebelbinse, Gelbsegge oder Blauer Wasserehrenpreis.

Tiere meistern die extremen Bedingungen, indem die Blänken nur phasenweise von ihnen genutzt werden. Libellen zum Beispiel verbringen nur ihr Larvenstadium im Wasser. Als adulte (erwachsene) Tiere verlassen sie diesen Lebensraum und gehen außerhalb auf Nahrungs- und Partnersuche. Die Blaugebänderte Prachtlibelle und verschiedene Heidelibellenarten sind nur einige Beispiele. Würmer, Schnecken und Insekten profitieren insoweit von Blänken, als dass ihre natürlichen Fressfeinde, z.B. Fische, in den Gewässern nicht überlebensfähig sind. Sich schnell und zahlreich vermehrende Muschelkrebse und Wasserflöhe bilden eine reiche Nahrungsquelle für Wiesen- und Watvögel. Einige Limikolenarten (Wat- und Schnepfenvögel) wie der Flussregenpfeifer oder der Kiebitz nutzen die lückenhafte Vegetation zur Brut. Durch den Wechsel von feucht und trocken fühlen sich Amphibien im Bereich der Blänken besonders wohl. Die wechselnden Bedingungen, die hier vorherrschen, bedeuten für Arten wie den Kammmolch, den Laubfrosch oder die Erdkröte einen idealen Lebensraum. Auch Kreuzkröten, Gelbbauchunken oder Geburtshelferkröten nehmen Blänken als Laichgebiet und Lebensraum an.