01.08.2017

Ab Januar 2018

Neue Regeln für das Reiten im Wald

Das Landesnaturschutzgesetz regelt zum Beginn des kommenden Jahres das Reiten zu Erholungszwecken im Wald neu.

Während bisher in Wäldern nur auf besonders ausgewiesenen Reitwegen geritten werden durfte, kann ab dem 1. Januar 2018 auf dem gesamtem Stadtgebiet im Wald auf allen öffentlichen Straßen, auf allen gesondert ausgewiesenen Reitwegen und – und das ist neu – auf allen privaten Straßen und Fahrwegen geritten werden. Das Reiten im Walde wird durch die Gesetzesänderung somit landesweit einheitlich geregelt.

Private Straßen und Fahrwege im Wald sind befestigte Wege, auf denen (theoretisch) auch mit Kraftfahrzeugen gefahren werden könnte. Diese Wege müssen einen entsprechenden Ausbauzustand aufweisen und eindeutig als „mit dem Auto befahrbar“ eingestuft werden können. Holzrückegassen oder Trampelpfade sind dagegen keine Fahrwege – auf ihnen darf dementsprechend nicht geritten werden.
Ab dem 1. Januar 2018 gilt der Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme zwischen Fußgängern, Radfahrern, Joggern und Reitern, der seit vielen Jahren schon in der freien Landschaft gilt, auch im Walde, weil eine Vielzahl der vorhandenen Wege nun gemeinsam genutzt werden darf. Weiterhin gilt außerdem die Kennzeichenpflicht für Reitpferde. Wer in der freien Landschaft reitet, muss ein entsprechendes Reitkennzeichen mit sich führen.