26.02.2015

Pflegeversicherung - Hilfe zur Pflege

Die Pflegeversicherung als fünfte Säule unserer Sozialversicherung bietet eine Grundsicherung vor den finanziellen Risiken der Pflege durch einen Anspruch auf Leistungen der jeweiligen Pflegekasse. Jeder ist dort pflegeversichert, wo sein Krankenversicherungsschutz besteht. Entsprechend dem Grundsatz ”Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung” sind alle in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherten in die soziale Pflegeversicherung einbezogen.

Wer privat krankenversichert ist, muss eine private ”Pflege - Pflichtversicherung” abschließen.

Leistungen der häuslichen wie stationären Pflege gibt es nur auf Antrag. Entsprechende Antragsvordrucke liegen bei der jeweiligen Pflegekasse bereit.

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Der Hilfebedarf kann in drei Bereichen bestehen:

  • bei der Körperpflege (z.B. waschen, duschen, kämmen etc.)
  • bei der Ernährung (mundgerechtes Zubereiten der Nahrung, Nahrungsaufnahme etc.)
  • bei der Mobilität (z. B. aufstehen, an- und auskleiden, gehen)

sowie zusätzlich mehrfach in der Woche bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (z. B. einkaufen, kochen, putzen).

Ein Beirat zur Überprüfung des Pflegebedürftikeitsbegriffs hat gerade einen umfassenden Vorschlag vorgelegt, der weg von der o. a. sehr starken Orientierung an reinen körperlichen Einschränkungen (sog. Minutenpflege)  hin zu einer Feststellung des Grades der Selbständigkeit abstellt.

Aus den bisherigen drei Pflegestufen werden dann künftig fünf "Bedarfsgrade", wobei beispielsweise der erste Bedarfsgrad vorrangig auf die Vermeidung von schwererer Pflegebedürftigkeit und stationärer Pflege ausgerichtet ist. Im Augenblick findet die Diskussion über die leistungsrechtliche Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes statt.

Sobald es neue Regelungen hierüber gibt, können Sie diese hier nachlesen!