06.10.2016

Pflege

gem. §§ 61 – 66 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII)

Hilfe zur Pflege wird gewährt für Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen:

  • Im Bereich der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- und Blasenentleerung
  • Im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung  
  • Im Bereich der Mobilität das selbstständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
  • Im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung und das Beheizen

 

Die Hilfe zur Pflege umfasst ambulante Pflege, Hilfsmittel, Tagespflege, Kurzzeitpflege und vollstationäre Pflege.

ambulante Pflege: Der Hilfebedürftige wird im eigenen Haushalt gepflegt

Kurzzeitpflege: Der Hilfebedürftige wird nur kurzzeitig in einer Pflegeeinrichtung versorgt

vollstationäre Dauerpflege: Der Hilfebedürftige lebt in einer Pflegeeinrichtung und wird dort umfassend und dauerhaft versorgt