20.07.2017

Fragen zur Pflegeversicherung und der Finanzierung der Pflege

 

Wer bezahlt die Pflege?

Pflegekosten werden innerhalb eines begrenzten Rahmens durch die Pflegeversicherung übernommen. Das gilt aber nur, sofern Ihre Mutter eine Pflegestufe zuerkannt bekommt. Kosten, die durch die Pflegeversicherung nicht gezahlt werden, müssen privat übernommen werden.

Was muss meine Mutter tun, um Pflegegeld zu erhalten

Um Pflegegeld zu erhalten, muss Ihre Mutter eine Pflegestufe zuerkannt bekommen. Eine Pflegestufe beantragt sie bei ihrer Pflegekasse. Die Pflegekasse ist immer bei der Krankenkasse angesiedelt, bei der man versichert is

Die Eingruppierung in die Pflegestufen. Welche Voraussetzungen muss meine Mutter erfüllen?

Pflegebedürftige können Leistungen der Pflegeversicherung beantragen, wenn die Pflegebedürftigkeit voraussichtlich länger als sechs Monate dauert.

Was geschieht, nachdem der Antrag auf eine Pflegeeinstufung gestellt wurde?

Hat Ihre Mutter den Antrag auf eine Pflegeeinstufung gestellt, erhält sie einige Tage oder Wochen später Besuch von einem Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Der MDK meldet sich vorher an und vereinbart mit IHnen einen Termin.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegegeld, Pflegesachleistung oder Kombinationsleistung?

Das Pflegegeld wird der Pflegebedürftigen gezahlt, um damit im Regelfall den Menschen, die sie pflegen eine materielle Anerkennung zukommen lassen zu können. Bei der Wahl der Pflegesachleistung entscheidet sich der Pflegebdürftige für pflegerische Hilfen durch einen Pflegedienst. Bei der Kombinationsleistung werden Pflegegeld und Pflegesachleistung nebeneinander bezogen.

Welche Leistungen gibt es zusätzlich durch die Pflegeversicherung?

Unfallversicherung der Pflegenden Angehörigen
Pflegende Angehörige sind gesetzlich unfallversichert. Dies bedeutet, dass sie gegen die Folgen von "Arbeitsunfällen" und "Berufskrankheiten" wie "normale Arbietnehmer" abgesichert sind.

Leistungen der Wohnumfeldverbesserung
Wohnungsanpassungen dienen dazu, die Selbständigkeit des Pflegebedürftigen zu erhöhen oder Pflege erst zu ermöglichen oder sie zu erleichtern.