Hamm sucht Integrationslotsen

Sie stammen aus unterschiedlichen Ländern Europas, Asiens oder Afrikas und sind jetzt in Hamm zu Hause. Was die mehr als fünfzig Menschen verbindet, ist nicht nur die gemeinsame Sprache Deutsch, sondern auch ihr ehrenamtliches Engagement für die bessere Integration anderer Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Als Bestandteil des Leitprojektes „Sprach- und Integrationsförderung“ geben diese Integrationslotsen für Familien, in Kindergärten, Schulen, Vereinen und den Migrantentreffpunkten Orientierungshilfen zur Alltagsbewältigung, Anleitung für Hilfe zur Selbsthilfe sowie Begleitung und Unterstützung beim Integrationsprozess.

Häufig sind Arztbesuche, Gespräche mit Verantwortlichen im Kindergarten und in der Schule, Trennung, Arbeit, Mobilität und Rente die Themen, bei denen Unterstützung benötigt wird.

Erste Kontaktmöglichkeiten zu den ehrenamtlichen Integrationsbegleiterinnen und -begleitern (Integrationslotsen) finden Neuzuwanderer bei den Begrüßungstagen, aber auch in den Treffpunkten der Stadtteile.

Damit stadtweit und wohnortsnah ein flächendeckendes Netz von Integrationslotsen zur Verfügung steht, werden auch zukünftig Menschen unabhängig von ihrer Nationalität gesucht, die sich engagieren möchten. Geeignet ist, wer in in Hamm ein wenig über Infrastruktur, Beratungs- und Hilfsangeboten auskennt, ausreichende Deutschkenntnisse hat, selbstbewusst auf Menschen zugehen kann und über ein entsprechendes Zeitbudget verfügt. Hierbei wird niemand ins kalte Wasser gestoßen, sondern die ehrenamtlichen Tätigen erhalten neben Schulungsangeboten u. a. ein Lotsenhandbuch und aktuelle Informationen.

Das Lotsenprojekt ist eine Kooperation der Stadt Hamm mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Freiwilligenzentrale.