VORWORT

Der Einzelhandel gehört neben Kultur, Begegnung, Arbeiten und Gastronomie zum städtischen Leben. Er bestimmt in seinen vielfältigen Facetten in hohem Maße die Lebendigkeit und die Attraktivität der urbanen Zentren.
Allerdings ist seit Jahren die Tendenz festzustellen, dass besonders der großflächige Einzelhandel die Zentren verlässt und sich auf der „Grünen Wiese“ ansiedelt. Dies wiederum gefährdet die Entwicklung des Einzelhandels in den entsprechenden kommunalen Zentren der Standortgemeinden ebenso wie die benachbarten Innenstädte.

Dieser Entwicklung wollten eine Reihe von Städten und Gemeinden im östlichen Ruhrgebiet nicht tatenlos zusehen und sie beauftragten zusammen mit den entsprechenden Landkreisen, Bezirksregierungen und Industrie- und Handelskammern mit Unterstützung des Landes NRW einen Gutachter mit der Entwicklung eines gemeindeübergreifenden Konzeptes zur gemeinsamen Regelung der Einzelhandelsentwicklung, dem "Regionalen Einzelhandelskonzept für das Östliche Ruhrgebiet und angrenzende Bereiche" (REHK).

Als Ergebnis dieses Gutachtens besteht seit dem Jahr 2000 der gleichnamige Arbeitskreis REHK, dem inzwischen 24 Kommunen, fünf Industrie- und Handelskammern, drei Kreise, zwei Bezirksregierungen sowie die  Einzelhandelsverbände Westfalen-Münsterland und Westfalen-West angehören. In ihm werden die relevanten Einzelhandelsvorhaben regelmäßig vorgestellt und untereinander erörtert. Ziel des Konzeptes ist eine abgestimmte Ansiedlungsplanung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben in der Region, die ein übergroßes Angebot vermeiden soll. Dazu haben die beteiligten Kommunen eine entsprechende Interkommunale Vereinbarunggetroffen, die Grundlage des gemeinsamen Handelns ist.

Interkommunale Vereinbarung

Angestrebt wird:

Die fünfjährige Laufzeit des Konzeptes war Anlass, eine Fortschreibung vorzunehmen, da es galt, die aufgrund der anhaltenden, dynamischen Entwicklung des Einzelhandelssektors eingetretenen Bestandsveränderungen festzustellen. Außerdem erfolgte vor diesem Hintergrund auch eine Evaluation der Wirksamkeit der verabredeten Verfahren in Hinblick auf eventuell erforderliche Weiterentwicklungen. Damit wurde sichergestellt, dass weiterhin eine realistische Entscheidungs- und Abstimmungsgrundlage für künftige Projekte vorliegt.

Die Fortschreibung des REHK liegt seit September 2007 vor:  

REHK-Gutachten

Neben den Abstimmungen zwischen den beteiligten Kommunen zu einzelhandelsrelevanten Fragen auf der Grundlage des REHK werden außerdem Diskussionen mit der interessierten Öffentlichkeit und der Fachwelt geführt. So fand am 11. November 2005 eine Tagung in Dortmund unter dem Motto "Wandel im Handel(n)" statt, bei der an dem Beispiel des REHK Östliches Ruhrgebiet die Zweckmäßigkeit von interkommunalen Einzelhandelskonzepten lebhaft diskutiert wurde und erste Ergebnisse aus der damals eingeleiteten Fortschreibung des REHK Östliches Ruhrgebiet vom Oktober 2005 vorgestellt wurden. Eine weitere Veranstaltung fand im September 2007 in Hamm statt, in der unter dem Titel "REHK - Ein geeignetes Instrument für lebenswerte Städte"die Ergebnisse der Fortschreibung des REHK Östliches Ruhrgebiet von verschiedenen Referenten erläutert und kommentiert wurden. 

Veranstaltungen

Wir laden Sie herzlich ein, uns und unsere Arbeit kennen zu lernen. Dieses Informationsangebot stellt die Region mit ihrer Einzelhandelsstruktur und den Zukunftsperspektiven in den Mittelpunkt. Falls Sie Fragen haben oder weitergehende Informationen wünschen, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf!