"Kommunale Präventionsketten"
"Eine logische Konsequenz der bisherigen Arbeit"
Das erfolgreiche Erziehungs- und Bildungs-Projekt „Plan Bildung“ zur individuellen Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien in Hamm wird ausgebaut: Die Stadt hat sich als Modellkommune für das Projekt "Kommunale Präventionsketten" beworben, das die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Bertelsmann-Stiftung auf den Weg gebracht haben.
Die Bewerbung Hamms baut auf die Weiterentwicklung des bestehenden „Plan Bildung“ auf. Mit dem Bildungsplan sollen alle Familien mit sozialen Schwierigkeiten einerseits erreicht, andererseits aber auch individuell gefördert und langfristig betreut werden. „An erster Stelle steht für uns das Wohl der Kinder. Aber auch aus finanzieller Sicht ist eine frühzeitige und dauerhafte Förderung sinnvoll“, betont Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Die Bewerbung sei eine logische Konsequenz und Fortführung der bisherigen Arbeit. Mit dem neuen Projekt, das Unterstützung vom Landtagsabgeordneten Marc Herter erhält, beginnt die Förderung von Familien mit sozialen Schwierigkeiten im Idealfall vor der Geburt des Kindes. Für den Nachwuchs soll ein U3-Betreuungsplatz vermittelt und anschließend ein nahtloser Übergang in Kitas und Schulen bis hin zum Eintritt ins Berufsleben gewährleistet werden. Möglicherweise auftretende Probleme sollen durch die ganzheitliche Betrachtung früher erkannt und gelöst werden. Weitere mögliche „Sollbruchstellen“ wie Trennungen der Eltern, pubertäre Schwierigkeiten, Wohnungswechsel oder Schulwechsel sollen verhindert werden. „Wir haben die Kinder immer im Blick und minimieren die Gefahr, dass Kinder ohne unser Wissen abrutschen und Schwierigkeiten bekommen“, verdeutlicht Theo Hesse, Fachbereichsleiter für Jugend und Soziales. Überprüft werden die Erfolge mithilfe eines entwickelten Controlling- und Qualitätssystems, das wissenschaftlich von der SRH-Hochschule begleitet wird.
Entscheidung fällt bis März
Sollte die Stadt Hamm nicht als Modellkommune für das Projekt „Kommunale Präventionskette“ ausgewählt werden, würde der bestehende „Plan Bildung“ dennoch fortgeführt und ausgebaut. Mit der Koordinierung und Planung der Einsätze der stadtweit 14 Bildungsbegleiter läuft dazu bereits der erste Arbeitsschritt. Zudem wird ein einheitliches Beobachtungssystem für alle Kindertageseinrichtungen entwickelt und in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung überlegt, wie ein flächendeckendes Controllingsystem umgesetzt werden kann. Die Stadt rechnet damit, dass spätestens bis März entschieden ist, ob Hamm als Modellkommune ausgewählt wird.



















