23.08.2013

Nachunternehmen

Bei der Einschaltung von Unterauftragnehmern (Nachunternehmen) sind die Regelungen der Ziffer 6 der Bewerbungsbedingungen der Stadt Hamm für die Vergabe von Leistungen nach der VOL zu beachten.

Beabsichtigt der Bieter, Teile der Leistung von einem Nachunternehmen ausführen zu lassen, muss er Art und Umfang der durch den Nachunternehmer auszuführenden Leistungen angeben.
Der Bieter hat dazu in den Vergabeunterlagen bzw. im besonderen Vordruck „Verzeichnis Nachunternehmerleistungen“ zu erklären, ob die Einschaltung von Nachunternehmen vorgesehen ist.
Die namentliche Benennung der Unternehmen/Nachunternehmen, deren Fähigkeiten sich der Bieter im Auftragsfalle bedienen wird, sollte auch bereits erfolgen. Wenn dieses allerdings noch nicht bzw. nur teilweise möglich sein sollte, ist dieses bei der Teilleistung entsprechend anzugeben. Die namentliche Benennung muss aber spätestens vor Zuschlagserteilung vorliegen, da das Angebot ansonsten nicht berücksichtigt werden kann.
Des Weiteren muss der Bieter ggf. nachweisen, dass ihm die erforderlichen Mittel der anderen Unternehmen bei Erfüllung des Auftrags zur Verfügung stehen (§ 7 EG Abs. 9 VOL/A). Dieser Nachweis ist nur auf besondere Aufforderung zu dem dann mitgeteilten Termin vorzulegen. Der entsprechende Vordruck „Verpflichtungserklärung“ steht ebenfalls zum Download zur Verfügung.
Der Nachunternehmer muss - ebenso wie der Bieter - über die für die zu vergebende Leistung erforderliche Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Fachkunde verfügen und die im Einzelnen in den Vergabeunterlagen geforderten Unterlagen ggf. auf Verlangen vorlegen.
Die Nachunternehmer sind abschließend zu benennen. Die nachträgliche Benennung oder Änderung eines oder mehrerer Nachunternehmen nach Angebotsabgabe ist nicht zulässig.
Sofern ein Bieter Nachunternehmen einschaltet, bietet er als Generalunternehmer an. Der Auftragnehmer haftet gegenüber dem Auftraggeber für die ordnungsgemäße Gesamtabwicklung des Auftrags. Etwaiges fehlendes Auswahlverschulden kann nicht geltend gemacht werden. Fallen ein oder mehrere Nachunternehmer nach der Zuschlagserteilung aus, muss weiterhin die ordnungsgemäße Leistungserbringung sichergestellt sein. Der Auftraggeber ist unverzüglich über den Ausfall zu informieren. Die Aufnahme eines anderen Nachunternehmers ist nur unter der Voraussetzung zulässig, dass der Auftraggeber den neu benannten Nachunternehmer als geeignet anerkennt.