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OB-Kolumne: Schulanfang in Hamm

Das neue Schuljahr beginnt. Die 1700 I-Dötzchen sind gespannt auf ihren ersten Schultag. Eine neuer Schulweg, neue Freunde, neue Erfahrungen – die Kinder haben viele Veränderungen vor sich. Doch auch für die Eltern ist das eine neue Erfahrung: Sie können nicht mehr alles selbst regeln, sondern müssen lernen, sich zu einem Stück auf ihre Jüngsten zu verlassen und sich an den Rückmeldungen der Schule zu orientieren. Allen Eltern möchte ich versichern, dass Ihre Kinder – unabhängig von den Diskussionen über Bildung – in unseren Schulen in guten Händen sind.

Schließlich haben wir in Hamm bereits vor vielen Jahren erkannt, dass Schule eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Aus den Ergebnissen der Pisa-Studien haben wir unter anderem gelernt, dass Schule anders organisiert werden muss. Alle 28 Grundschulen sowie vier Förderschulen in Hamm arbeiten bereits als offene Ganztagsschulen. Zusammen mit vielen Kooperationspartnern wie der Musikschule, Sportvereinen oder Theatergruppen wurden spezielle Angebote entwickelt. Sie schließen zusammen mit unserer Förderungsmöglichkeiten für Unter-Dreijährige eine wichtige Lücke, zum Beispiel im Bereich der Sprachkompetenz.

Der Erfolg aller Maßnahmen bleibt aber letztlich von den Menschen abhängig: Schule funktioniert nur mit engagierten Lehrerinnen und Lehrern und wissbegierigen Schülerinnen und Schülern. Mit Freude am Unterrichten und Spaß am Lernen. Ich bin mir sicher: Für die 45 in Hamm neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrer gilt wie für die Mehrzahl ihrer Kollegen auch im neuen Schuljahr: Sie geben ihr Bestes!
Allen Eltern möchte ich deshalb auch aus eigener Erfahrung sagen: Loslassen bedeutet nicht vergessen, sondern vertrauen und lieben. Ich wünsche Ihnen einen glücklichen Start in das neue Schuljahr, alles Gute und Gottes Segen.

[ 27.08.2010 ]