16.12.2016

Kabinett-Ausstellung ab dem 15. Januar 2017

Wilhelm Morgner: Wenn die Seele brennt

Wilhelm Morgner gilt heute als Hauptakteur des Westfälischen Expressionismus, aber es fällt nicht leicht angesichts seiner Fülle an wechselnden Positionen, ihn nur darin einzuordnen. Das Werk, das der Künstler mit 26 Jahren hinterlässt, ist beachtlich. Es reicht von figürlichen, realistischen Darstellungen bis hin zu ornamentalen Abstraktionen. Morgner malt und zeichnet mit Empfindung und Emotion: hauptsächlich Holzarbeiter, Kartoffelernten, Tiere, Landschaften, Selbstbildnisse und astrale Kompositionen sowie religiöse Motive. Als er am 16. August 1917 in Flandern fällt, trägt er seine letzte Arbeit bei sich: die Radierung „Große Kreuzigung", die er auf Dosenblech geritzt hat. Anlässlich seines 100. Todestages ist dem Künstler vom 15. Januar 2017 bis Jahresende eine Ausstellung im Kabinett „Viel zu schade für die Lade“ in der Dauerausstellung zur Kunst des 20 Jahrhunderts gewidmet. Die Präsentation zeigt anhand von Aquarellen, Tusch- und Bleistiftzeichnungen sowie Druckgrafiken aus der Sammlung des Gustav-Lübcke-Museums die enorme thematische und stilistische Bandbreite, durch die sich das Œuvre des viel zu früh verstorbenen Künstlers auszeichnet.

Es gelten die Eintrittspreise zur Dauerausstellung:
5,00 Euro bzw. 2,50 Euro ermäßigt, Kinder bis 15 Jahre frei.