10.02.2017

Haushalt im Plus – Entschuldung auf Rekordniveau

„Davon profitiert jeder einzelne Bürger“

Mit einem Überschuss von einer halben Million Euro schließt der vorläufige Jahresabschluss des Haushaltsjahres 2016 der Stadt Hamm.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung stehen vor dem Rathaus mit großem Banner und der Aufschrift: 32 Millionen Euro weniger Schulden seit 2012!

Die Entschuldung bei den Investitions- und Liquiditätskrediten betrug im vergangenen Jahr sogar mehr als 14 Millionen Euro. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Stadtkämmerer Markus Kreuz: „Wir haben damit unsere Ziele aus dem NRW-Stärkungspakt punktgenau und wie geplant erreicht. Der geplante Jahresüberschuss lag bei 300.000 Euro und wird vorrausichtlich mit den jetzt erreichten 500.000 Euro sogar leicht übertroffen.“ Auf einem Rekordniveau befindet sich die Entschuldung der Stadt Hamm: 14,6 Millionen Euro Schulden wurden im vergangenen Jahr zurückgezahlt. Die Investitionskredite sanken um rund sieben Millionen Euro, die Liquiditätskredite um rund sechs Millionen Euro und die Verbindlichkeiten aus dem Leasing des Technischen Rathauses um etwas mehr als eine Million Euro. „Damit haben wir seit 2012 mehr als 32 Millionen Euro an Gesamtverschuldung abbauen können“, erklärt Markus Kreuz. Wir haben uns damit weiter deutlich vom Trend vieler finanziell gebeutelten NRW-Kommunen absetzen können und sind unseren Weg der Haushaltssanierung erfolgreich weitergegangen.“  Sein herzlicher Dank gelte allen, die zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben. „In diesen Dank schließe ich auch mein Finanz-Team mit ein, das viel Hartnäckigkeit gezeigt und jede Menge Kleinarbeit geleistet hat.“  

Erstmalig seit der Umstellung auf das neue doppische Rechnungswesen in 2008 hat die Stadt Hamm damit einen ausgeglichenen Haushalt im Ergebnis vorlegen können. „Zudem haben wir auch alle Vorsorgelasten erwirtschaftet – dazu gehören unter anderem die Abschreibungen für Reinvestitionen oder auch die Rückstellungen für Pensionen“,   weiß der Kämmerer das Ergebnis finanzwirtschaftlich wertig einzuordnen. Auch für jeden einzelnen Bürger sei ein positiver Jahresabschluss wichtig: Selbst wenn Jahresüberschüsse aufgrund der nach wie vor bestehenden Schuldenlast von rund 393 Millionen Euro zunächst zum weiteren Abbau der Schulden genutzt werden müssen, so dass die Überschüsse nicht direkt an den Bürger zurückgegeben werden können. Wichtig sei der Blick hinter diese großen Zahlen: So konnten die Zinslasten seit 2012 um fast drei Millionen Euro reduziert werden. „Ein Effekt, der im Wesentlichen aus der Entschuldung hervorgeht, da wir teure Altdarlehen tilgen konnten“, erklärt Kreuz. Diese drei Millionen stehen dem Haushalt zur Verfügung, um Kostensteigerungen aufzufangen oder Steuererhöhungen zu vermeiden. „Am Ende profitieren alle Menschen in der Stadt von einem ausgeglichenen Haushalt – zumindest mittelbar“, erklärt der Kämmerer in dem Wissen, „dass der Haushalt immer eine schwer zu erklärende Kost ist.“