11.01.2012

Lebendige Vielfalt in der Lippeaue

Auen bieten aufgrund ihrer ständig schwankenden Wasserstandsdynamik eine Vielzahl von Lebensräumen - es gibt trockene terrestrische, feuchte semi-aquatische und aquatische Lebensräume in denen sich unterschiedlichste Tiere und Pflanzen wohlfühlen. Genau deswegen sind Auen ökologisch betrachtet besonders wichtig und werden als „Schmelztiegel der Artenvielfalt“ (sogenannte Hotspots) bezeichnet. Auch in der Lippeaue findet sich ein Lebensraummosaik, welches vielen einheimischen Tieren und Pflanzen geeignete Lebensräume bieten. Unter ihnen befinden sich mittlerweile auch sehr seltene Arten und Lebensräume.

Ein Leitbild der Aue im Flachland

Auen sind die durch den wechselnden Stand von Hoch- und Niederigwasser geprägten Niederungen eines Gewässers. Natürliche Auenlandschaften unterliegen ständigen Veränderungen und sind vielschichtige Biotope. Mitgeführte Materialien des Fließgewässers, wie Sand und Totholz, werden zwischengelagert und weiter transportiert. An Prallhängen entstehen Uferabbrüche und an den Gleitufern lagert sich Sand ab. Die so entstehenden vielfältigen Strukturen bilden dynamische Lebensräume für viele Tieren und Pflanzen.
Im Hochwasserfall saugen sich Auenböden zudem wie ein Schwamm mit Wasser voll und halten Wasser zurück, sodass Hochwasserwellen abgemildert werden.

Die Lebensräume in der Aue

Bild zeigt einen Auenquerschnitt
Bildnachweis

1. Reihe: © Virginia Halbe
2. Reihe: © Stadt Hamm, Umweltamt; © Stadt Hamm, Umweltamt
3. Reihe: © Stadt Hamm, Umweltamt; © Luise Hauswirth
4. Reihe: © Stadt Hamm, Umweltamt; © Stadt Hamm, Umweltamt

Bildergalerie rechte Spalte oben:
Foto 1: © Hartmut Regenstein; Foto 2: © Margret Bunzel-Drüke; Foto 3: © Hartmut Regenstein; Foto 4: © Hartmut Regenstein; Foto 5: © Margret Bunzel-Drüke; Foto 6: © Hartmut Regenstein; Foto 7: © Birgit Beckers; Foto 8: © Hartmut Regenstein; Foto 9: © Hartmut Regenstein; Foto 10: © Stadt Hamm, Umweltamt; Foto 11: © Hartmut Regenstein; Foto 12: © Hartmut Regenstein; Foto 13: © Hartmut Regenstein; Foto 14: © Hartmut Regenstein