02.09.2011

Die Sammlungen des Gustav-Lübcke-Museums

Das Gustav-Lübcke-Museum der Stadt Hamm zeichnet sich durch den Umfang und die Vielfalt seiner Sammlungsbestände aus. Seinem Charakter nach ist es ein Museum für Kunst- und Kulturgeschichte.

Es ist eine typische Gründung des 19. Jahrhunderts und seine Geschichte beginnt mit dem am 3. März 1886 gegründeten Museumsverein, der eine umfangreiche Sammlung stadt- und regionalgeschichtlicher Objekte zusammengetragen hat.

1897 wurde der Grundstein für die Ägyptenabteilung gelegt. Eine Gruppe Hammer Bürger übergab einen kompletten Mumiensarg mit einer weiblichen Mumie der Museumssammlung.

Im Jahr 1916 bietet der in Düsseldorf lebende Sammler und Kunsthändler Gustav Lübcke seine umfangreiche Kunstsammlung der Stadt Hamm zur Erweiterung des Museums an. Dies war die Grundlage für die Abteilungen europäisches und außereuropäisches Kunsthandwerk, die graphische Sammlung und die Münzsammlung

In den Jahren 1926 bis 1945 erfolgte dann der Ausbau der archäologischen Abteilung durch den Nachfolger Gustav Lübckes als Museumsleiter Herrn Ludwig Bänfer. In diese Zeit fällt auch der Aufbau einer Sammlung junger westfälischer Kunst. Nachdem ein Teil der Sammlung (z.B. der Mumiensarg) während des 2. Weltkrieges zerstört wurde, begann dann der Wiederaufbau und die Neueinrichtung der Sammlungen. Besonders die Sammlung zur Kunst nach 1945 ist kontinuierlich gewachsen. Durch  großzügige Schenkungen wie die Sammlung des Kölner Malers und Sammlers Jupp Lückeroth, den Nachlass des Soester Malers Hans Kaiser sowie die Graphiksammlungen des Münchner Galeristen Otto van de Loo und der Galerie Elke und Werner Zimmer aus Düsseldorf besitzt das Museum eine der umfangreichsten Kollektionen zur Kunst des deutschen Informel in Westfalen.