05.10.2017

Internationales Jazzfest Hamm

Ohne Rhythmus geht es nicht

Was gehört zu einem gelungenen Jazzkonzert? Die einen wollen sich gemütlich in ihrem Sitz zurücklehnen, die anderen bevorzugen das entspannte Stehen, am besten mit einem guten Getränk in der Hand. Die Augen schließen und sich ganz auf den Klang konzentrieren? Oder doch eher direkt an der Bühne stehen, den Musikern in die Augen und auf die Finger schauen? Alles rein instrumental oder doch lieber mit Gesang? Ein kleiner, intimer Club oder die große Arena? Ein Solist, allein mit seinem Instrument, ein Duo, Trio, Quartett oder gleich die ganz große Big-Band-Formation? So unterschiedlich wie die Vorlieben und Interessen seiner Zuhörer ist auch der Jazz selbst: viele Stile, Formationen und Künstler werden in diese Schublade einsortiert.

Abwechslungsreich ist auch das Line-Up des Jazzfestes, das klangvoll unter Beweis stellt, dass man beileibe nicht in die Ferne schweifen muss: nationale wie europäische Größen und Neuentdeckungen zeigen ihr Können.

Zum Auftakt geht es aber zumindest musikalisch über den großen Teich – mit einer Hommage an einen der ganz großen Komponisten und Sänger des vorigen Jahrhunderts. In den folgenden drei Tagen gibt es nachdenkliche Klänge, ohrwurmträchtige Melodien, erdig-markanten Soul, einschlagende Grooves, traditionelle Jazz-Skills und mehr – von aufstrebenden Talenten wie etablierten Künstlern. Der Freitag steht dabei ganz im Zeichen der Frauen, die klar den Takt vorgeben, während am Samstag und Sonntag dann eher die Männer dominieren.

Das komplette Programm steht hier zum Download zur Verfügung und liegt in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen zur kostenlosen Mitnahme aus. Tickets gibt’s unter 02381/17-5555, im Web-Shop des Kulturbüros und bei allen bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen.

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