08.01.2018

Sinfoniekonzerte

Klassiker par excellence mit Daniel Ottensamer

Mozart, Schubert und Beethoven stehen beim ersten Sinfoniekonzert des neuen Jahres am Sonntag, 21. Januar, um 19.30 Uhr im Kurhaus auf dem Programm. Im Vorfeld wird es um 18.30 Uhr im Gastronomie-Bereich erneut eine Einführungsveranstaltung mit der renommierten Klassik-Kennerin Anne Kussmaul geben, die den interessierten Besuchern Wissenswertes zu den einzelnen Werken vermittelt (5 Euro Kostenbeitrag, ein Glas Sekt & eine Brezel inbegriffen – Tickets im Kulturbüro erhältlich).

Das Stück ist ein echter Schlager: Mozarts Klarinettenkonzert, sein einziges für dieses neue Instrument seiner Zeit, kennt wirklich jeder. Und dennoch ist es immer neu, bezaubernd leicht und elegant, zugleich von unglaublicher Intensität. Eine Musik, wie geschaffen als Soundtrack für die schönsten Szenen großer Kinofilme - es gibt wohl kaum eine Musik, die in so vielen anrührenden Filmszenen vorkommt wie das Thema aus dem zweiten Satz.

Der leichte Ton war auch seine Stärke: Nicht einmal zwanzig war Schubert, als er 1815 in einem Guss seine dritte Sinfonie schrieb. Und er schrieb sie leichtfüßig „italienisch“ und mit wild aufbrausendem Temperament, darum ist die Sinfonie voller Leben, voller Licht, voller rhythmischem Schwung. Trotzdem ist die Dritte kein dahingeworfenes Jugendwerk: Schlicht und sparsam sind ihre musikalischen Mittel, und gerade diese Einfachheit gibt der Musik Wert und Tiefe. Ein echter Schubert, heiter und melodienreich, schwungvoll und tänzerisch.

Vier Schläge zu Beginn, die sich ins Ohr hämmern, die jeder mit einem Komponisten in Verbindung bringt: Beethovens berühmte Klopfgeräusche – nach einer fragwürdigen Anekdote hörte Beethoven das Schicksal an die Pforte pochen – markieren einen weiteren Top-Hit der Klassik. Die „Schicksalssinfonie“ Nr. 5 war ein riesiger Erfolg, konnte noch zu Lebzeiten des Bonner Genies tausendmal verkauft werden, war auch das erste Musikstück, das 1913 auf Schallplatte aufgenommen wurde.

Die Kritik kürte Daniel Ottensamer zum Interessantesten der Ottensamer-Klarinetten-Dynastie – für sein in Pamplona eingespieltes Mozart-Klarinettenkonzert mit dem Mozarteum Orchester Salzburg. Kein geringes Lob, ist Vater Ernst wie Sohn Daniel doch 1. Klarinettist der legendären Wiener Philharmoniker und war Bruder Andreas, der im KlassikSommer 2016 das Mozart´sche opus magnus spielte, 1. Klarinettist der Berliner Philharmoniker. Alle drei pflegen den berühmten „Wiener Klangstil“, dessen Sinnlichkeit und warme Tongebung einzigartig sind.

Den Taktstock führt eine Institution: Christoph Prick, 1974 Deutschlands jüngster Generalmusikdirektor in Saarbrücken, der später regelmäßig an der Wiener Staatsoper dirigierte. Er war Staatskapellmeister der Deutschen Oper Berlin, fünfzehn Jahre lang ständiger Gastdirigent an der Staatsoper Dresden und in den USA Chef des Los Angeles Chamber Orchestra und des Charlotte Symphony Orchestras. 2016 wurde er Chefdirigent des Beethoven-Orchesters Bonn.