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Wahl zum Integrationsrat: Hamm mit landesweit höchster Beteiligung

Foto: ein rotes Kreuz wird auf einem Wahlzettel gemacht

Die höchste Wahlbeteiligung aller kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen erreichte Hamm bei den Wahlen zum Integrationsrat.

Von den angetretenen Kandidaten verbuchte die Allgemeine Türkische islamische Liste (ATIL)  mit 65,4 Prozent den höchsten Stimmenanteil. Der Integrationsrat entwickelt Konzepte zur Förderung von Migranten und berät den Stadtrat in Integrationsfragen. Er vertritt die Interessen aller in der Stadt Hamm lebenden Migrantinnen und Migranten.

„Wir sind mit dem Verlauf der Wahl sehr zufrieden“, zog Günter Schwibbe vom Bürgeramt für Migration und Integration ein positives Fazit. Zwar sei die Wahlbeteiligung mit 20,7 Prozent gegenüber der letzten Wahl vor sechs Jahren um 2,7 Prozent gesunken. Es sei allerdings ein großer Erfolg, dass die landesweite Spitzenposition bei der Wahlbeteiligung verteidigt wurde. Zudem hob Schwibbe hervor, dass sich in diesem Jahr mehr Personen zur Wahl gestellt haben. Darüber hinaus freue er sich, dass durch das Ergebnis des Internationalen Frauen-Bündnis (IFB, 8 Prozent) auch eine weibliche Vertreterin in den Rat gewählt wurde. Dies trage zur gewünschten Vielfalt in diesem Gremium bei.

Gewinner der Wahl war die Allgemeine Türkisch islamische Liste (ATIL): 65,4 Prozent der abgegebenen Stimmen fielen auf ATIL, das bedeutet zehn Sitze im Integrationsrat. Zwei Sitze erhält die Allgemeine Türkisch Europäische Liste 2010 um den bisherigen Vorsitzenden des Integrationsrates Erdogan Celikci. Sie kam auf 15 Prozent der abgegebenen Stimmen. Von den vier angetretenen Einzelpersonen schaffte ausschließlich der Hindupriester Suppia Nagendira mit 5,5 Prozent den Einzug in den Rat.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann gratulierte allen Gewählten und betonte die Wichtigkeit des Integrationsrates. Angesichts der gegenüber deutschstämmigen Jugendlichen doppelt so hohen Arbeitslosigkeit von jugendlichen Migranten hätten Maßnahmen zur Integration eine hohe Priorität. „Wir haben mit dem bisherigen Integrationsrat sehr gut zusammengearbeitet. Auch die neuen Vertreter werden uns bei den Integrationsmaßnahmen sicher fachkundig unterstützen“, betonte der Oberbürgermeister.  Die erste Sitzung des neuen Integrationsrates ist am 2. März. Dann wählen die Mitglieder auch einen neuen Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende Erdogan Celikci stellt sich erneut zur Wahl.    

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