29.05.2017

Neue Dauerausstellungen ab 2015

Die Stadt Hamm feierte 2015 die Neueröffnung des Gustav-Lübcke-Museum: Nach rund anderthalbjähriger Bauphase öffneten ab dem Frühjahr schrittweise alle Dauerausstellungsbereiche neu. Die Stadt hatte 5,1 Millionen Euro in die technische Instandsetzung des Gebäudes investiert, unterstützt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Nationalen Klimaschutzinitiative. Von diesem Geld wurde das Dach des Hauses neu gedeckt, außerdem wurde die Heizungs- und Lüftungsanlage erneuert. Vor allem aber konnte auch eine Klimaanlage in den großen Oberlichtsaal eingebaut werden, der mit dieser präzisen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssteuerung und der aktuellen LED-Beleuchtung den Anforderungen an moderne Museumsstandards entspricht. Dies ist Voraussetzung, damit das Gustav-Lübcke-Museum im nationalen und internationalen Wettbewerb weiter bestehen und angesehene Leihgaben nach Hamm holen kann. Auch der Saal für die neue ägyptische Dauerausstellung wurde klimatisiert. Damit erhält die größte ägyptische Sammlung im Ruhrgebiet endlich einen angemessenen Rahmen, in dem sich die Pracht der wertvollen Exponate auf über 500 Quadratmetern entfalten kann. Neben der Ägyptenabteilung hat das Museumsteam auch alle anderen Dauerausstellungsbereiche komplett überarbeitet. Sie zeigen sich nun mit prägnanten Texten, großformatigen Bildern und Hands-on-Stationen zum Anfassen und laden zu einem ganz neuen Blick auf die bekannten Bestände ein.

„Mit der Modernisierung möchten wir noch besucherfreundlicher sein“, fasst Museumsdirektorin Dr. Friederike Daugelat das Ziel der Neueinrichtungen zusammen. „Durch die Sanierungsarbeiten ist eine moderne Museumsumgebung entstanden, die den aktuellen Ansprüchen im Leihverkehr entspricht, ergänzt um ein farblich gestaltetes Besucherleitsystem, das die Orientierung auf der über 4.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche erleichtert.“ Das Publikum kann die Veränderungen an vielen Stellen bemerken, im Großen wie im Kleinen, während gleichzeitig die prägnante Architektur des Museums der bekannten dänischen Architekten Bo und Wohlert in ihrem originalen Zustand erhalten geblieben ist.