29.01.2016

"Hammer Hausbesuche"-
Unterstützung und Beratung von Familien mit Kindern bis zu 3 Jahren

„Gut unterwegs“

Ein Präventivprogramm der aufsuchenden Elternarbeit vorrangig in den Sozialräumen Hamm-Norden, Hamm-Westen und Hamm-Mitte durch den Katholischen Sozialdienst (KSD) e.V.

Der Schwerpunkt des Projektes „Gut unterwegs“ liegt  in der Arbeit mit Familien in schwierigen Lebenslagen und einem definierbaren Unterstützungsbedarf. Ein Team aus (Sozial-)Pädagogen besucht und betreut diese Familien im häuslichen Umfeld. Hier sollen die innerfamiliäre Beziehungen sowie die elterlichen Erziehungskompetenzen gefördert und gestärkt werden. In der Schwangerschaft beginnend, bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres (dritter Geburtstag), kann die Unterstützung durch „Gut unterwegs“ in einem individuellen Zeitraum in Anspruch genommen werden. Die Teilnahme am Projekt ist für Familien freiwillig und kostenfrei.

Projektinhalte

Die Eltern werden im bindungsorientierten und feinfühligen Umgang mit ihren Kindern pädagogisch befähigt  und in ihrer Elternrolle und der dazu gehörigen Verantwortungsübernahme gestärkt.

Während dieser Zeit, erhalten Eltern eine niederschwellige, alltagspraktische, pädagogische Unterstützung und Förderung:

Es wird Wissen um die kindliche Entwicklung vermittelt, um Eltern für einen angemessenen Umgang mit ihren Kindern zu sensibilisieren.

Die Kinder werden altersgerecht und individuell gefördert, damit die Aufnahme in eine Kindertageseinrichtung und der spätere Übergang in die Schule besser gelingt.

Eine längerfristige Alltagsgestaltung Lebensplanung wird mit der Familie erarbeitet.

Familien werden dazu motiviert und darin unterstützt, im Sozialraum vorhandene Angebote an- und wahrzunehmen. Die Anbindung an Spielgruppen, Kindertageseinrichtungen, Kinderärzte, Frühförderung werden von den Fachkräften initiiert und gegebenenfalls auch begleitet.

Besondere Bedarfe der Kinder, so wie Risikofaktoren, werden erkannt. So kann frühzeitig darauf reagiert werden und in Kooperation mit Kinderärzten eine Anbindung an weitere Stellen angeregt und umgesetzt werden.

Alle beteiligten Einrichtungen und Akteure werden miteinander vernetzt.

Die Familien sollen die Hilfe als unterstützend, ermutigend und wertschätzend erfahren. Die Eltern sollen Freude am Umgang mit ihrem Kind entwickeln.

Die Arbeit in den Familien ist stets ressourcenorientiert und hat die Nachhaltigkeit der Inhalte, sowie sie Verselbstständigung der Familien im Blick.

Diskretion und Verschwiegenheit sind Selbstverständlichkeiten!

Rahmenbedingungen

Die Besuche der Fachkräfte finden in der Regel im häuslichen Umfeld der Familie statt. In Ausnahmesituationen und auf Wunsch, werden Familien aber auch zu externen Terminen begleitet.

Die Begleitung der Familien kann schon während der Schwangerschaft beginnen. Die individuelle Verweildauer richtet sich nach der Familienstruktur und ihren Anforderungen.

In der ersten Zeit werden Familien wöchentlich besucht. Je nach Bedarf und Entwicklung, werden die Termine anschließend im 14tägigen Rhythmus, später in mehrwöchigen Abständen durchgeführt. Dies dient der Verselbstständigung der Familien und dem Aufbau des Vertrauens in das eigene Handeln.