20.12.2017

World Brass: Concert in the dark

Blindflug

Der Klang im Raum ist das Erlebnis. Sonst nichts. Auf diese sinnliche Grunderfahrung stützt der kanadische Posaunist Shawn Grocott sein Konzept des „Concerts in the dark“. Grocott, Professor an der Musikhochschule Detmold, entwickelte dort zum ersten Mal ein Raumklang-Konzept für den Hangar 21 und spielte Konzerte in verschiedenen Raumsituationen vor Zuhörern, deren Augen mit Schlafmasken „verbunden“ waren. Wie dieser Raum aussieht, erfahren Besucher erst zum Schluss des Konzertes: Zu ihren Plätzen werden sie bereits mit verbundenen Augen geführt. Einzig auf die akustische Sinneswahrnehmung konzentriert, nehmen sie sämtliche Feinheiten und Schattierungen der Musik umso intensiver wahr.

Die Weißkaue von Zeche Heinrich Robert ist seit der ExtraSchicht in Hamm zwar einigen Besuchern bekannt, aber längst nicht vertraut. Im ehemaligen Kantinenbereich werden die Besucher versammelt und an Tauen ebenerdig in den Konzertbereich geführt, der auf verschiedenen Ebenen von „World  Brass“ mit enormem Raumklang bespielt wird.

Musikalisch serviert das internationale Bläserensemble „World Brass“ einen Überraschungs-Mix aus klassischer und zeitgenössischer Musik, konventionellen und experimentellen Klängen, Arrangements und Originalliteratur und erklimmt dabei die unterschiedlichsten Positionen im Raum.

Konzertdesigner Folkert Uhde entwickelt zusammen mit Shawn Grocott die Konzepte für die „Concerts in the dark“. Er arbeitete als Manager und Dramaturg für die Akademie für Alte Musik Berlin, initiierte Konzertreihen und Festivals und entwickelt neue künstlerische Formate im Bereich der klassischen Musik. 

Termin

Donnerstag, 19. Juli 2018; 19.30 Uhr

Zeche Heinrich-Robert (Waschkaue)
Am Bergwerk 1
59077 Hamm

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