20.12.2017

Christina Brabetz, Violine und Julia Hagen, Violoncello

Zwei auf einen Streich

Werke von Luigi Boccherini, Pēteris Vasks, Heinrich Wilhelm Ernst, Gaspar Cassadó, Johann Halvorsen u. a. 

Im vergangenen Jahr sorgte sie bei der Kammermusik-Akademie des Heidelberger Frühlings als Stipendiatin für Furore und beeindruckte durch künstlerische Reife und packende Bühnenpräsenz. Nun gibt Christina Brabetz, die in Kapstadt mit einer Trödelmarkt-Geige aufwuchs, bis sie ihre Guadagnini-Violine von 1779 aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds erhielt, ihr Debüt im KlassikSommer.

Gemeinsam mit Julia Hagen, einer temperamentvollen Vollblutmusikerin und Elevin in Gautier Capuçons „Classe d´Excellence de Violoncelle“, erkundet sie das facettenreiche Repertoire für diese Besetzung und hat mit der „Erlkönig“-Bearbeitung von Heinrich Wilhelm Ernst auch noch eines der schwersten Solowerke für Geige überhaupt im Gepäck.

Überhaupt ist das Programm der beiden jungen Virtuosinnen schillernd, vielfarbig und ungewöhnlich: Boccherini als klassischer Italiener des galanten höfischen Stils zu Beginn. Pēteris Vasks aufrichtige und hoffnungsfrohe, hochemotionale Musik - ein Meilenstein leicht zugänglicher Moderne. Heinrich Wilhelm Ernst, einer der größten Geiger des 19. Jahrhunderts, mit seiner hochromantischen Bearbeitung des Schubert´schen Erlkönigs. Gaspar Cassadó, selbst ein Cellospieler, lernte von Manuel de Falla und Maurice Ravel und schrieb sich seine Werke am liebsten. Dazu Halvorsen, ein großer Nacheiferer von Edvard Grieg und schließlich der große Volksmusik-Forscher und Philosoph unter den Komponisten des jungen 20. Jahrhunderts, Zoltán Kodály – so viele Facetten finden sich selten in einem Programm.

Termin

Donnerstag, 28. Juni 2018; 19.30 Uhr

Sparkasse Hamm (Hauptstelle)
Weststraße 5-7 / Am Markt
59065 Hamm

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