10.03.2015

Familienhilfe des Jugendamtes

Erste Adresse vor Ort

Erste Ansprechpartner bei Erziehungsproblemen ist die Familienhilfe der Stadt Hamm. Aufgeteilt in fünf Teams steht sie den Hilfesuchenden in der Erziehung beratend zur Seite. Über eine Hotline ist sie auch in Notsituationen jederzeit erreichbar.

Die Familienhilfe liefert fachliche Stellungnahmen für das Familiengericht etwa bei Trennungen, Scheidungen, Umgangsregelungen und zu Fragen des Sorgerechtes bei Kindeswohlgefährdung und Kindesmisshandlung.

Durch die Familienhilfe werden Hilfen und Unterstützungen in Familien in Notsituationen und bei erzieherischen Problemen eingeleitet und begleitet.

Durchgeführt werden sie mit den Trägern der freien Jugendhilfe im Stadtteil zu denen eine über Jahre gepflegte Kooperation besteht. Kinder und Jugendliche werden dort auch durch einen erzieherischen Beistand in Gruppen oder auch einzeln gefördert.

Darüber hinaus  vermittelt und begleitet die Familienhilfe Angebote außerhalb der Familie wie  kurzfristige Inobhutnahmen Minderjähriger, Unterbringung in Heimen oder in Pflegefamilien sowie Mutter-Kind-Hilfen in Heimeinrichtungen.

Die Familienhilfe des Jugendamtes kann auch von Lehrern oder Erzieherinnen und aus dem Umfeld von Kindern und Jugendlichen angesprochen werden, wenn es darum geht in der Erziehung und Förderung zu unterstützen und zu helfen.

Jeder Bürger kann sich an die Familienhilfe des Jugendamtes wenden, wenn eine akute Gefährdung eines Kindes besteht.

Eine fachliche Abklärung ist dann Aufgabe der Familienhilfe, um die notwendige Hilfe und Unterstützung leisten zu können.

Im Mittelpunkt der Gespräche und der anschließenden Hilfeplanung steht die Festlegung realistischer und erreichbarer Ziele, die Suche nach unterstützenden Ressourcen in der Familie und im sozialen Umfeld und die kontinuierliche Prüfung alternativer Möglichkeiten.

Hilfen können nur auf schriftlichen Antrag beim Jugendamt eingeleitet werden. Grundsätzlich besteht ein Rechtsanspruch, wenn eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist. Die Dauer richtet sich ausschließlich nach Bedarf und Notwendigkeit mit entsprechender Zielorientierung und wird in der Hilfeplanung hinterfragt.

Die Eltern und ihre Kinder werden aktiv an der Hilfeplanung beteiligt.

Die unterschiedlichen Hilfenangebote sollenden Familien Wege eröffnen und ihnen Mut machen, langfristig die Erziehung auch alleine zu bewerkstelligen.